Die “Zweita” bricht nach 70 Minuten ein

Die “Zweita” bricht nach 70 Minuten ein

Die “Zweita” bricht nach 70 Minuten ein

FC Neuenmarkt 2 – SG VfB 2 / TVK 2 – 6:1

Eine Woche nach dem ersten Freundschaftsspiel in Döbra ging es für die SG VfB 2 / TVK 2 ca. 30km weiter zum nächsten Spiel nach Neuenmarkt.
Das Spielgelände wurde vom Berichtschreiber ausgekundschaftet und es wurde sich schon, für nach dem Spiel, ein Platz im schönen Biergarten
ausgesucht. In der Kabine angekommen zeigte sich die einzig negative
Seite am Sportgelände des FC Neuenmarkt – Wie in einem römischen Ludus drängten sich 15 halbnackte Männer auf gefühlte 12 Quadratmeter aneinander, um sich bereit zu machen.

Nach einer Ansprache von Coach Ali Ezer und 2. Kapitän Ridvan Özdemir ging es zum Aufwärmen raus (Es ist A-Klasse: Man läuft dreimal hin und her, macht einmal Side-steps und dann holzt man aufs Tor – Dehnen ist dabei optional).
Um Punkt 14Uhr, pfiff der Schiedsrichter das Spiel an und sofort ging es zur Sache. Ein harmloser Rückpass auf Aushilfskeeper Müller wurde in
der ersten Minute gleich gefährlich. Keeper und Berichtschreiber Müller wollte das Spiel ersteinmal ruhig machen und hatte den Ball länger am Fuß als manch einer seine Hühneraugen, ein FC-Stürmer attackierte früh und eroberte den Ball, doch Keeper Müller störte noch entscheidend , sodass es bei einer Ecke für die Gegner verblieb, aus der nichts wurde. Der FC Neuenmarkt drängte immer wieder in die Gästehälfte und wurde auch wieder zurückgedrängt – es war ein Spiel auf Augenhöhe. In der 9. Minute wurde ein Eckball vom FC nicht entschlossen genug wegverteidigt, Dominik Held köpfte zum 1:0 ein. Viele würden jetzt erwarten, dass dies der Anfang einer einseitigen Partie wurde , doch dies war nicht der Fall. Die Mannen von der Frankenwaldsportstätte und vom Stadelberg behielten ihr Spiel weiterhin bei und kamen durch Özdemir, Weigold und Ezer zu ihren Chancen. Routinier Florian Wirth erkämpfte sich oft im Mittelfeld die Bälle und peitschte die anderen an, dagegen zu halten und so fielen keine Tore mehr bis zur Halbzeit.

Die Halbzeit wurde soweit genutzt um wieder zu Kräften zu kommen und sich der Sonne zu entziehen, die im Kulmbacher Landkreis heller schien als ein Schild der Kulmbacher Brauerei nachts vor einem Wirtshaus. Achja: es wurden auch einige Wechsel vollzogen.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufhörte – Flo Wirth erkämpfte Bälle und verteilte sie, um das Trio Ezer, Özdemir und Weigold in Szene zu setzen. Vier Zeigerumdrehungen nach der Halbzeit führte genau diese Taktik zum Erfolg: Nach einem Pass auf Kapitän Ridvan Özdemir schoß dieser mit einer Entschlossenheit wie Tsubasa Ozora auf das Tor. Der Keeper des FC war sichtlich verwirrt und ließ gleich zweimal den Ball durchflutschen. Ausgleich! Von nun an machte das Konglomerat aus Helmbrechts und Kleinschwarzenbach mehr Druck auf das Tor des FC als mein ehemaliger Mathelehrer bei meinen Hausaufgaben. Dieses Pressing hielten die Frankenwäldler bis zur 70. Minute aufrecht, aber was sich danach ereignete, lässt sich kaum in Worte fassen.

Verteidiger Ferdinand “Ferdi” Heß drängte einen langen Ball im 16er gegen einen Neuenmarkter ab und Keeper Müller hätte ihn nur entschlossen aufnehmen müssen, doch Müller reagierte zu langsam und Heß dachte, dass der Keeper den Ball aufnimmt (Sorry nochmal dafür). Diese Unstimmigkeit ließ sich Maximilian Sünkel nicht nehmen und tunnelte zum 2:1 ein. Von da an war das Spiel nur noch verrückt: Keeper Müller klärte mehr lange Bälle als Handynummern, Felix “Fefe” Schlegel musste immer mindestens 3 Leute decken (also sagt er zumindest), im Mittelfeld waren nur noch die roten Trikots der Heimelf zu sehen und kaum ein Spieler der Zweiten konnte sich noch konzentrierten, um das Spiel vernünftig zu Ende zu bringen. Ab der 70. Minute löste sich das Team von Coach Ezer schneller auf, als die Aspirin von Guttman die er vor dem Spiel einnehmen musste. Binnen dreier Minuten schossen die Mannen des FC in Form von Held, Korn und Hofmann drei Tore. Schlussendlich musste VfB-Urgestein Grießhammer sich auch noch in die Torjägerliste eintragen, als er eine scharfe Hereingabe in bester Hummels-Manier nur ins eigene Tor klären konnte. So hatte sich Grießhammer sein erstes Tor gegen den TVK nicht vorgestellt.

Das Endergebnis fiel 2,3 Tore zu hoch aus und spiegelt nicht die Leistung der 70 Minuten wieder in der die “Zweita” auf Augenhöhe mitspielte. Die Leistung dieser 70 Minuten müssen und werden die Jungs von der SG in das nächste Spiel gegen den TSV Wirsberg, das am nächsten Sonntag, dem 18.07.2021, in Helmbrechts stattfindet, mitnehmen. An dieser Stelle ein Lob an die Gastgeber vom FC Neuenmarkt, die wegen einer Feier im Vereinsheim keinen “richtigen” Betrieb hatten und den leicht niedergeschlagenen SG’lern einen Kasten Hopfenblütentee spendierten.

Für die SG spielten: Müller (TW), Heß, Wirth, Grießhammer, Özdemir (C), Guttman, Macchione, Ezer, Weigold, Sujak, Ruppert – Seuß, Zapf, Wagner, Schlegel

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Nik

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