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VfB holt Punkt im Kriegswald

Zum Derby im Kriegswald wollten die VfBler ihre Serie wahren und erneut etwas Zählbares mitnehmen. Dementsprechend engagiert zeigte man sich in der Anfangsviertelstunde und hatte durch zwei Freistöße von Simsek und Langer auch die ersten Abschlüsse zu verzeichnen, die allerdings noch keine größere Gefahr für FCW-Torwart Klier darstellten. Auf der Gegenseite kamen dann auch die Hausherren durch Sensöz und Siemon zu ihren ersten Chancen. In der Folge entwickelte sich ein kurzweiliges Spiel, in dem es bis zur Pause munter hin und her ging. Nachdem VfB-Stürmer Bicak einen Kopfball relativ frei über den Querbalken setzte und wenige Minuten später verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, hatte man Glück, dass Schiedsrichter Fuchsstadt den gelb-schwarzen einen aussichtsreichen Vorteil nicht gewährte. Kurz vor der Halbzeit brachte der eingewechselte Kreß nicht genug Druck hinter seinen Abschluss, während auf der anderen Seite Hafenrichter per Kopf und erneut Sensöz ihre Abschlüsse knapp am Tor vorbei setzten. So stand nach 45 Minuten auf beiden Seiten die Null.

Im zweiten Abschnitt kam erst nach 60 Minuten wieder Torgefahr auf. FCW-Stürmer Walter stand urplötzlich frei vor Torwart Edelmann, verdeutlichte jedoch nur die Daseinsberechtigung des Fangnetzes hinter dem Tor. Der Druck der Hausherren nahm nun allerdings mehr und mehr zu. Bei einem der weniger werdenden VfB-Angriffe hätte der zuvor eingewechselte D. Horn seine Farben auf die Siegesstraße bringen können, doch leider verwandelte er die Großchance nicht im Stile seines verletzten Cousins C. Horn, sondern schlug über den Ball und traf auch beim zweiten Versuch das Spielgerät nicht richtig.

In der Schlussviertelstunde mussten VfB-Spieler und Anhänger dann noch einige Male kräftig durchatmen. So etwa, als Ünlütaskiran einen Kopfball auf der Torlinie gerade noch klären konnte, der eingewechselte Seuss knapp verzog oder der an diesem Abend ohne Fortune agierende Walter eine scharfe Hereingabe aus einem Meter nur an die Latte beförderte.

Zwar hatte der eingewechselte Saine vor Torwart Klier noch die Chance, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Doch dies wäre angesichts des Chancenübergewichts der Heimmannschaft auch nicht verdient gewesen. So konnten sich die Schützlinge von Thomas Wind am Ende über einen glücklichen Punktgewinn freuen und weiter ungeschlagen bleiben, während die „Herschn“ den ausgelassenen Torchancen hinterher trauerten. 

Bereits am morgigen Samstag um 15:00 Uhr steht das nächste wichtige Spiel für die Rothosen auf dem Programm. Gegner ist dabei der 1.FC Höllental, der bisher zwar nur einen Punkt einfahren konnte, aber alles rein werfen wird, um den ersten Saisonsieg einzufahren. Mit einem Heimsieg könnte sich der VfB weiter im Mittelfeld der Kreisliga festsetzen.

Anschließend spielt um 17:00 Uhr die zweite Mannschaft gegen die SV Meierhof-Sorg und möchte hierbei ihre starke Form bestätigen.

Die Rothosen holen einen verdienten Punkt zum Saisonstart

Die Rothosen holen einen verdienten Punkt zum Saisonstart

Zwei Wochen Quarantäne ohne Training, als Aufsteiger bei einer bestens gestarteten Landesliga-Reserve, nach vier Minuten bereits in Unterzahl und dennoch einen Punkt mitgenommen. Das alles sollte nach einem überragenden Saisonstart klingen. Ein solcher ist es auch. Und trotzdem waren die VfB-Spieler nach dem Spiel enttäuscht. Was war passiert? Alles der Reihe nach:

Frisch aus der Quarantäne entlassen stand den Rothosen bei ihrer Kreisliga-Rückkehr die Reserve des Landesliga-Zweitplatzierten FC Eintracht Münchberg gegenüber. Diese startete in der Vorwoche mit einem 4:0-Heimsieg gegen Froschbachtal in die Saison, weshalb die Rollen für viele schon vor Beginn klar verteilt waren. Als dann auch noch Innenverteidiger Fröhlich nach nur vier Minuten wegen einer vermeintlichen Notbremse – eine harte Entscheidung des ansonsten guten Schiedsrichters – schon wieder vom Feld musste, schien die Partie nach Ansicht der meisten Zuschauer bereits gelaufen, ehe sie überhaupt erst richtig gestartet war.

Doch der VfB steckte diesen frühen Nackenschlag gut weg und verteidigte in der Folge die Angriffe der Hausherren geschickt. Freilich wurde es auch mal brenzlig vor dem Tor vom Keeper Edelmann, als etwa der gefährlichste FCE-Akteur Hofmann nach einer halben Stunde nur die Latte traf und Grimm den Nachschuss neben das Tor setzte. Auch einen indirekten Freistoß im VfB-Strafraum konnten die Schützlinge von Co-Trainer Korzendorfer, der den im Urlaub verweilenden Trainer Wind bestens vertrat, blocken und hielten somit hinten die Null. In der 37.Minute stand dann aber plötzlich vorne nicht mehr die Null. Einen hohen Ball von Fichtner behauptete Manneh geschickt und fasste sich aus 20 Metern einfach mal ein Herz. Der Ball schlug zur Freude der frenetisch jubelnden VfB-Anhänger unhaltbar für FCE-Keeper Nüssel rechts oben ein.

Wer nach der Pause dachte, dass den Rothosen aufgrund der zweiwöchigen Zwangspause die Kräfte ausgehen würden, sah sich getäuscht. Die Hausherren rannten zwar weiter an und hatten durch Hofmanns Kopfball, der sich auf die Querlatte senkte, auch eine weitere gute Gelegenheit. Doch der VfB kämpfte aufopferungsvoll, warf sich in jeden Ball und konnte vor allem über Flügelflitzer Langer auch immer wieder Entlastungsangriffe starten. Einen davon hätte in der Schlussviertelstunde Wirth vergolden können, als er frei vor dem gegnerischen Schlussmann auftauchte, den Ball aber nicht an diesem vorbei ins Netz bugsieren konnte. Wer weiß, ob der geplante Joker Schneeberger diese Chance genutzt hätte? Er durfte allerdings nicht mitwirken, nachdem sein Name nicht auf dem Spielberichtsbogen stand und musste somit von außen mit ansehen, wie der eingewechselte Simsek es ebenfalls verpasste mit seinem Schuss von der Strafraumkante für die Entscheidung zu sorgen. So mussten Spieler und Fans bis zur letzten Minute zittern. Und in eben jener letzten Minute, der vierten Minute der Nachspielzeit, war es dann tatsächlich doch noch geschehen. Einen Eckball führten die Hausherren kurz aus, die anschließende Flanke wurde immer länger und länger und am zweiten Pfosten erzielte der eingewechselte Trommer per Flugkopfball doch noch den 1:1-Ausgleich.

Von den Spielanteilen war dieser Ausgleich nicht unverdient, wohl aber höchst unglücklich und sehr bitter für die tapfer kämpfenden Helmbrechtser.

Unterm Strich kann man aber festhalten, dass der VfB gut in der Kreisliga angekommen ist, bereits jetzt mehr Punkte als in der letzten Kreisliga-Saison gesammelt hat und mit dieser vor allem kämpferisch beeindruckenden Leistung gegen jeden Gegner eine Chance auf Punkte hat.

Weiter geht es nun am kommenden Samstag mit einem Doppelheimspieltag, wenn die erste Mannschaft um 15 Uhr den ambitionierten SV 05 Froschbachtal empfängt und die zweite Mannschaft, deren Spiel in Naila kurzfristig von den Gegnern abgesagt wurde, im Anschluss um 17 Uhr gegen den FC Döbraberg 2 spielt.