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Die Rothosen verteidigen die Stadtmeisterschaft!

Nach dem Sieg im Hallenfußball 2020 und dem Sieg im e-Fußball sind die Rothosen auch Stadtmeister im Rasenfußball.

Im Rahmen des Jubiläumswochenende des VfB Helmbrechts fand am Sonntag die 2. Helmbrechtser Freiluft-Stadtmeisterschaft statt. Anstelle des üblichen Budenzaubers in der Göbelhalle duellierten sich die Helmbrechtser Stadtvereine ausnahmsweise auf dem Großfeld der Frankenwaldsportstätte jeweils 25 Minuten lang. Befürchtungen, dass viele Spiele aufgrund der kurzen Spieldauer torlos endeten, bewahrheiteten sich bis zum Finale nicht. Bei sommerlichen Temperaturen stellte der Modus für die teilnehmenden Akteure dennoch eine Herausforderung dar.

In der Gruppe A setzte sich der TSV Presseck-Enchenreuth mit zwei Siegen (1:0 und 3:1) souverän durch. Ins Halbfinale folgte der Aufsteiger TV Kleinschwarzenbach, der im entscheidenden Gruppenspiel den FC Ort mit 1:0 bezwang. In Gruppe B musste der FC Frankenwald, der parallel ein Pokalspiel bestritt und daher nur mit der zweiten Garde antrat, dem VfB (0:3) und dem FC Wüstenselbitz (0:2) den Vortritt lassen. Das abschließende Gruppenspiel gewann der FCW gegen den VfB mit 1:0. Die Halbfinalspiele boten den Zuschauern reichlich Spannung. Zunächst ging der TSV Presseck-Enchenreuth gegen den VfB mit 1:0 in Front, doch die Rothosen als (Hallen-)Titelverteidiger stemmten sich gegen das drohende Aus und drehten die Begegnung noch zu einem 2:1. Im zweiten Halbfinale schien der FC Wüstenselbitz seiner Favoritenrolle gegen den TV Kleinschwarzenbach zunächst gerecht zu werden, doch kurz vor Schluss gelang dem künftigen Kreisklassisten noch der Ausgleich. Im anschließenden Elfmeterschießen behielt der TVK die Oberhand und durfte sich über den unverhofften Finaleinzug freuen. Das Spiel um Platz 5 zwischen dem FC Ort und dem FC Frankenwald sowie das Spiel um Platz 3 zwischen dem TSV Presseck-Enchenreuth und dem FC Wüstenselbitz endete jeweils 1:1 nach regulärer Spielzeit. Bei den Entscheidungen vom Punkt waren dann der FC Frankenwald und der TSV Presseck-Enchenreuth erfolgreich.

Das Endspiel zwischen dem VfB und dem TVK endete als einziges Spiel torlos, weshalb erneut ein Elfmeterschießen für eine Entscheidung sorgen musste. Hier hatte der gastgebende VfB das bessere Ende für sich und durfte somit den Gewinn der Freiluft-Stadtmeisterschaft bejubeln. Die stets fairen Spiele wurden von Schiedsrichter Thomas Fuchsstadt und Schiedsrichterin Clara Thümling souverän geleitet.

Der große Saisonrückblick 2022/2023

Wir schauen zurück auf eine umtriebige Kreisligasaison, bei der es so einige Höhen und Tiefen gab

Eine Woche nach der grandiosen Saisonabschlussfeier und nur wenige Tage, bevor der neue VfB-Trainer Volker Kemnitzer seine Mannschaft zum Trainingsauftakt für die Saison 2022/2023 zusammenruft, wollen wir noch einmal die vergangene Kreisligasaison Revue passieren lassen. Die Rothosen haben dabei nicht nur ihre beste Kreisligaplatzierung in den letzten zehn Jahren errungen, als Aufsteiger hatte man auch die allermeiste Zeit der Saison nichts mit dem Abstieg zu tun und konnte fast schon zur Winterpause mit einem weiteren Jahr Kreisligafußball an der Frankenwaldsportstätte planen.

Doch der Start in die Saison lief alles andere als optimal: Nachdem die Saison 19/21 coronabedingt abgebrochen werden musste und der VfB als ungeschlagener Meister in die Kreisliga aufgestiegen war, stand auch die neue Saison zuerst unter dem Zeichen von Covid: Nur eine Woche vor dem ersten Saisonspiel gegen den FC Wüstenselbitz musste ein Großteil des Kaders in Quarantäne, wodurch eine Teilnahme am Saisonstart nicht möglich war. Während also die anderen Mannschaften nach der Sommervorbereitung direkt im Saft standen, gingen die Rothosen erst noch einmal zwei Wochen lang auf der heimischen Wohnzimmercouch ihrem Lieblingshobby nach. Glücklicherweise gab es keine weiteren Ansteckungen im Mannschaftskreis und mit zwei Wochen Verspätung konnten die Rothosen am 01.08.2022 ihr erstes Kreisligaspiel seit dem Horror-Abstieg 2018 bestreiten.

Doch auch gegen den FC Eintracht Münchberg II schien der Fußballgott etwas gegen den VfB zu haben: Abwehrchef Fröhlich wurde nach einem Foul schon nach nur 4 Minuten vom Platz gestellt, sodass der VfB beinahe das komplette Spiel über in Unterzahl agieren musste. Trotzdem ging man durch Manneh mit 0:1 in Führung und hätte beinahe einen Sieg mit nach Helmbrechts genommen. Doch Trommer traf in der 93. Minute zum 1:1, wodurch sich die beiden Teams unentschieden trennten. Man merkte im Spiel jedoch: Dieser VfB braucht sich in der Kreisliga nicht verstecken und kann mithalten.

Der Beweis hierfür erfolgte nur eine Woche später: Der heimliche Aufstiegsfavorit SV Froschbachtal gastierte an der Frankenwaldsportstätte und wurde mit 2:0 besiegt. Es folgten Unentschieden in den Derbys gegen den FC Ort (1:1) und den FC Wüstenselbitz (0:0). Der VfB blieb also in den ersten vier Saisonspielen ungeschlagen, was als Liganeuling aller Ehren wert ist. Diese Serie endete allerdings mit einem 0:3 gegen den FC Höllental.

Doch auch diese Niederlage konnte die Rothosen nicht ausbremsen: Bis zum Winter blieb man immer im soliden Mittelfeld der Tabelle und rutschte nie wirklich in den Abstiegsstrudel. Dabei errangen die Jungs von Aufstiegstrainer Wind denkwürdige Siege, wie zum Beispiel einen 3:1 Derbysieg gegen den FC Frankenwald, den 3:2 Sieg gegen den Mitaufsteiger Wiesla Hof oder das 1:0 über die SG Enchenreuth / Presseck. Natürlich setzte es auch die ein oder andere Niederlage, aber das kann man einem Aufsteiger verzeihen. Nach dem Rückspiel gegen den FC Eintracht Münchberg ging die Kreisliga in die Winterpause und der VfB konnte aufgrund der teilweise starken Phasen unbeschwert die Beine hochlegen.

Nach der Wintervorbereitung schienen sich die Rothosen jedoch deutlich schwerer zu tun: Trotz teilweise starker Auftritte reichte es in den zehn Kreisligaspielen nur noch zu zwei Siegen (8:0 gegen den abgeschlagenen Letzten SG ATS Hof/West / ESV Hof und 1:0 gegen den BSC Tauperlitz). Durch diese Schwächephase wäre es wenige Wochen vor Saisonende beinahe noch einmal brenzlig geworden, doch der Sieg über Tauperlitz machte den Klassenerhalt vorzeitig perfekt.

Und nun kommt der Teil für die Stastikfreunde:

Insgesamte errang der VfB mit 33 Punkten in 28 Spielen den zehnten Tabellenplatz und damit vier Punkte mehr als Relegationsteilnehmer Höllental. Mit nur 49 Gegentoren zeigte man eine gute Defensivleistung, dafür wurden auch nur 41 eigene Tore erzielt. Topscorer war Langer mit 9 Toren und 4 Vorlagen, danach folgten Manneh (7 Tore, 2 Vorlagen) und Ünlütaskiran (5 Tore, 3 Vorlagen).

An dieser Stelle geht ein großer Dank an Trainer Thomas Wind, Andreas „Hoffi“ Hofmann, die Betreuer Lutz & Matthias Wirth, die Platzwarte Heinz Hoffmann und Bernd Renner, jeden einzelnen Spieler, der in dieser langen und schwierigen Saison mitgespielt hat und natürlich an jeden einzelnen Unterstützer und jede Unterstützerin. Ihr habt das alles möglich gemacht!

Damit beenden wir den Saisonrückblick und schauen nach vorne. Denn wir haben so einiges, worauf wir uns freuen können. Doch zuallererst haben wir auch eine traurige Nachricht: Aufstiegstrainer Thomas Wind wird den VfB nicht weiter coachen. Wind übernahm die Rothosen nach dem katastrophalen Kreisligaabstieg 2018 und formte die Mannschaft in den folgenden vier Jahren erst zu einer soliden Kreisklassentruppe, dann zum ungeschlagenem Kreisklassenmeister und schlussendlich einer gestandenen Kreisligamannschaft. Für sein außerordentliches Engagement und seine sportlichen Erfolge gebührt ihm auch an dieser Stelle noch einmal ein besonderer Dank! Zum Glück wird Wind dem VfB in anderer Form erhalten und dem Verein somit verbunden bleiben.

Für ihn übernimmt zur neuen Saison Volker Kemnitzer die Rothosen. Der 51-jährige Bayreuther hat als Spieler Bezirksligaerfahrung vorzuweisen und trainierte zuletzt den SC Melkendorf in der A-Klasse Bamberg. Herzlich willkommen, Volker, auf eine gute Zeit!

Doch hier enden die Neuigkeiten nicht! Mit Christian Schuberth, Felix Hüttner und Michail Karakalpakis stehen drei Neuzugänge fest, die nicht nur Kreisliga- und im Fall von Schuberth sogar Landesligaerfahrung mitbringen, alle drei sind „echte Helmetzer“ und VfB-Rückkehrer. Wir freuen uns extrem, euch wieder willkommen heißen zu dürfen, Jungs! Über weitere Neuzugänge werden wir euch noch informieren.

Und auch das war nicht das Ende! Denn wir haben dieses Jahr noch etwas zu feiern! Nachdem der 100. Geburtstag des Vorgängervereins VfB Helmbrechts im letzten Jahr ausfallen musste, wird er schon sehr bald nachgeholt! Am Wochenende vom 01. zum 03. Juli stehen drei Tage Fußball, Freundschaft und Spaß an!

Das Wochenende beginnt mit einem Freundschaftsspiel der ersten Mannschaft der Rothosen gegen die erste Mannschaft des FC Eintracht Münchberg, am Samstag folgt der Tag der Jugend mit einem absoluten Highlight: Ein Vorbereitungsspiel der U17 des 1. FC Nürnberg gegen die U17 von Dynamo Dresden! Und am Sonntag wird es dann nochmal heiß: In er erst zweiten Stadtmeisterschaft im Rasenfußball streiten sich der VfB, der FC Frankenwald, der FC Ort, der FC Wüstenselbitz, die SG Enchenreuth/Presseck und der TV Kleinschwarzenbach um die Vorherrschaft im Stadtgebiet. An allen drei Tagen ist Biergarten und Festbetrieb, also kommt vorbei. Es wird herrlich!

Niederlage zum Saisonabschluss

SG Enchenreuth / Presseck – VfB Helmbrechts 4:1

Nach dem erfolgreichen letzten Heimspiel gegen den BSC Tauperlitz stand beim VfB ein schwerer, letzter Gang in dieser Kreisligasaison an: Stark ersatzgeschwächt musste man beim Tabellensechsten in Enchenreuth antreten. Die Rothosen mussten dabei nicht nur auf ihren Trainer Thomas Wind, sondern auch auf die Routiniers Simsek und Bicak verzichten, dazu fehlten mit Scherer, Ünlütaskiran, Kreß, Manneh, Grimm, Jallow und co. weitere, wichtige Spieler.

Das Spiel begann so, wie man es bei dieser ungleichen Personal- und Tabellensituation erwarten konnte: Die Hausherren machten sofort Druck und es war ihnen klar anzumerken, dass sie die Saison mit einem Derbysieg beenden wollten. Der VfB war aufs Verteidigen bedacht und versuchte immer wieder, die schnellen Langer und Schneeberger einzusetzen. Diese Taktik funktionierte auch in der Anfangsphase, die Hausherren hatten zwar den Ball, aber nur wenig zwingende Torchancen.

In der 17. Minute bröckelte die Abwehr allerdings erstmals: Nachdem mehrere VfB-Verteidiger es nicht schafften, den Ball entscheidend zu klären, war es SG-Spieler Christian Burger, der zum 1:0 für die Gäste einschoss. Torhüter Edelmann war aus wenigen Metern Torentfernung chancenlos. Die Rothosen ließen sich vom Rückstand jedoch nicht beirren und versuchten weiter ihr Glück, wenn sie nicht gerade mit Verteidigen beschäftigt waren: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Schriftführer, B-Jugendcoach, Kapitän und Interimsspielertrainer Shtop (gebt dem Mann bitte mehr Ämter!) kam Mehrad zu einem gefährlichen Torabschluss, doch der zweifache Vater traf den Ball nicht richtig und drosch die Murmel über das Gehäuse. Bis zur Halbzeit kam der VfB noch durch Langer und Schneeberger zu vereinzelten Chancen und auch die Hausherren hatten den ein oder anderen Abschluss, wirklich zwingendes war jedoch nicht dabei.

Die VfB’ler, die sich bis dahin recht achtsam geschlagen hatten, gewannen nach dem Seitenwechsel weiter Mut und pressten jetzt auch etwas früher. Und das sollte sich lohnen! Nach einem Ballgewinn von Schneeberger kam Langer zum Schuss und Torhüter Schuster parierte, jedoch genau in den Lauf von Geburtstagskind Akdag. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und erzielte mit dem Knie den etwas überraschenden Ausgleich in der 52. Minute. Allerdings sollte es nicht lange 1:1 stehen: Schon in der 54. Minute ging die SG nach einem Tor von Spielertrainer Michael Burger wieder in Führung. Einige Minuten später musste Langer verletzt raus. Da der VfB seine Auswechselspieler wohl auf dem Weg nach Enchenreuth vergessen hatte, war man fortan in Unterzahl und konnte den nun immer sicherer werdenden Hausherren kein Schnippchen mehr schlagen. So erhöhte Dogru in der 82. Minute auf 3:1 und Prasko kurz vor Schluss mit einem herrlichen Gewaltschuss auf 4:1.

Insgesamt schlugen sich die elf Helmbrechtser ganz wacker, doch für etwas zählbares fehlte es dann doch am Ende an Substanz.

Damit endet die Kreisligasaison 2021/2022. Der VfB erreicht mit 33 Punkten einen respektablen 10. Tabellenplatz und damit die beste Kreisligaplatzierung der letzten 10 Jahre. Allerdings betrug der Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz nur 4 Punkte, es hätte also mit etwas Pech durchaus noch einmal eng werden können. Nichtsdestotrotz darf man auf die Leistung von Aufstiegstrainer Wind und seiner jungen Truppe stolz sein.

In den kommenden Wochen erwartet euch noch ein ausführlicher Bericht zur gesamten Saison, sowie etwas ganz besonderes: Am Wochenende vom 01. Juli feiert der VfB seine 100-Jahresfeier nach, die 2021 ausfallen musste. Über das genaue Rahmenprogramm werden wir euch zeitnah informieren.

Und dann haben wir da noch was für euch:

Mehr von den Rothosen:

Der VfB gewinnt sein letztes Heimspiel der Saison!

VfB Helmbrechts – BSC Tauperlitz 1:0

Nachdem der FC Höllental bereits vor dem Spieltag verlauten hat lassen, dass man nicht gegen Frankenwald antreten könne und Frankenwald deshalb die drei Punkte behalten würde, war der Klassenerhalt in der Kreisliga für die Rothosen schon vor dem Heimspiel gegen Tauperlitz sicher. Trotzdem schuldete der VfB den Gästen noch etwas aus dem Hinspiel, als man 0:2 verlor und eine der schlechtesten Saisonleistungen zeigte. So war es kein Wunder, dass der VfB die Partie extrem ernst nahm und den Gästen keinesfalls die Punkte schenken wollte.

Die Partie begann jedoch recht zäh. Man sah beiden Mannschaften ihr Engagement zwar an, doch weder die Hausherren, noch die Gäste schafften es in der Anfangsphase, wirklich Zug zum Tor zu erzeugen. Der VfB kam über schnelle Vorstöße auf den Flügeln in Richtung des gegnerischen Sechzehners, doch die daraus resultierenden Torabschlüsse kamen zu ungenau, um Gästehüter Heidler in Bedrängnis zu bringen. Auf der anderen Seite war Keeper Edelmann in der ersten Hälfte beinahe beschäftigungslos, weil die Abwehr in Person von Geburtstagskind Akdag (auch an dieser Stelle nochmal alles gute, Tamer!), Simsek, Fröhlich, Scherer und Wirth absolut alles wegräumte, was auf sie zukam. Die besten Chancen der ersten Halbzeit waren zwei Freistöße von Kreß. Einer wurde sensationell von Heidler gehalten, der andere verfehlte das Tor nur knapp.

Trotzdem kam es mitte der ersten Hälfte zu einem Aufschrei an der Frankenwaldsportstätte: Während einer harmlosen Mittelfeldaktion lagen plötzlich sowohl ein VfB’ler, als auch ein BSC’ler am Boden, obwohl der Ball meilenweit entfernt war und bezichtigten den jeweils anderen der Tätlichkeit. Da jedoch weder einer der drei anwesenden Schiris, noch eine überzeugende Anzahl an Spielern überhaupt wusste, was passiert war, musste es der souveräne Schiedsrichter Do Adro mit einer Ermahnung in alle Richtungen belassen. Wir können an dieser Stelle aber schon einmal verraten, dass dieser Vorfall keine weitere Auswirkungen auf den Rest des Spiels hatte und es keine Revancheaktionen von irgendeiner Seite gab.

Als alles danach aussah, als würde man mit einem 0:0 in die Halbzeit gehen, kam es aber doch noch einmal ganz anders: Ünlütaskiran drang in den gegnerischen Sechzehner ein und wurde am Fuß getroffen, woraufhin der Schiedsrichter auf Straßstoß für den VfB entschied. Da der beste Torschütze Langer nicht zugegen war, sondern sich lieber mit mittelmäßigem Bundesligafußball in Leverkusen beschäftigte, nahm sich Routinier Bicak die Kugel und verwandelte eiskalt zum 1:0.

Im zweiten Durchgang drängten die Gäste auf den Ausgleich und übernahmen mehr und mehr das Spielgeschehen. Der VfB musste mehrmals klären und wirkte insgesamt ein bisschen unkonzentriert, wenn es schnell nach vorne gehen sollte. Durch das offensivere Spiel der Gäste ergaben sich jedoch immer wieder Räume, die der VfB eigentlich zur vorgezogenen Entscheidung hätte nutzen müssen. Nach einer wahren Wechselorgie waren es vor allem die Joker auf VfB-Seite, die das Spiel entscheiden hätten können. Während Manneh noch an einer Glanztat von Torhüter Heidler scheiterte, verpasste Knab sein erstes Kreisligator nur um Fußesbreite. Mit der breiten Seite hätte er den Ball nämlich ins leere Tor geschoben, der ausgewiesene Bratwurstfan entschied sich jedoch für den Vollspann und jagte das Spielgerät aus 3 Metern Torentfernung 5 Meter über das Gehäuse. Auch Jallow hätte das 2:0 erzielen können, doch sein Schlenzer aus 12 Metern ging knapp am Tor vorbei. Und auch Saine hätte für das 2:0 sorgen können, doch auch dem “besten Mann” gelang der Torerfolg an diesem Samstag nicht. Die Gäste hatten in den letzten Minuten vor dem Abpfiff noch ein paar gute Chancen, vornehmlich nach Eckbällen. Doch Torhüter Edelmann war auf seinem Posten und entschärfte auch den letzten Torschuss des Spiels, indem er den Ball über die Latte ablenkte.

Insgesamt gewinnt der VfB sein letztes Heimspiel zwar knapp, aber verdient und fährt so den ersten Sieg unter der Leitung der Interimstrainer Simsek und Shtop ein. Am kommenden Wochenende bestreitet der VfB dann sein letztes Ligaspiel der Kreisligasaison 2021/2022 gegen die SG Enchenreuth / Presseck. Im Derby gegen den Tabellensechsten werden die Rothosen sicherlich noch einmal alles geben, um dem scheidenden Aufstiegstrainer Thomas Wind einen gebührenden Abschied zu bescheren!

Mehr von den Rothosen:

Rothosen glückt erstmals selbst der Lucky Punch!

FC Wiesla Hof – VfB Helmbrechts 3:3

Schon einige Male in dieser Saison mussten die Rothosen späte Nackenschläge hinnehmen, zuletzt im Heimspiel gegen Waldstein (Zum Spielbericht). Doch am vergangenen Sonntag beim FC Wiesla Hof glückte dem VfB erstmals ein Lucky Punch, der am Ende noch einen ganz wichtigen Punktgewinn bedeuten kann.

Doch der Reihe nach: Mit ausgedünntem Kader reisten die VfBler zum Tabellenvierten nach Hof, der als Mitaufsteiger eine starke Saison abliefert. Bereits das Hinspiel war hart umkämpft und auch im Rückspiel wurden die Wiesla-Spieler vom befreundeten Ringer-Anhang des ASV Hof lautstark unterstützt. So war die Partie noch keine zehn Minuten alt und der VfB versah sich bereits in einem 0:2-Rückstand. Ein klassischer Fehlstart, den die Gäste mit guten Spielzügen geschickt ausnutzten. Im Lauf der ersten Halbzeit erwachten die Rothosen dann immer mehr aus ihrem Sonntagsschläfchen und wollten dann doch an der sportlichen Auseinandersetzung teilnehmen. Zweikämpfe wurden angenommen und gewonnen, Spielzüge fanden statt und prompt kam der VfB auch zu seinen Chancen. Zunächst wurde Langer noch im letzten Moment fair abgegrätscht, dann brachten sowohl Schneeberger als auch Manneh zu wenig Druck hinter den Ball, bevor letzterer nach Vorarbeit von Bicak per platziertem Abschluss für den wichtigen 2:1-Anschlusstreffer sorgte. Nun war der VfB vollends angekommen und drauf und dran, die Partie auszugleichen. Einen Freistoß von Shtop konnte der Wiesla-Schlussmann stark zur Ecke klären und als Bicak den Torwart umkurvte, setzten die VfB-Anhänger schon zum Jubelschrei an. Doch sein Abschluss aus spitzem Winkel trudelte am langen Eck vorbei und auch die mitgelaufenen Angreifer kamen nicht mehr an die Kugel. So nahmen die Hausherren einen 2:1-Vorsprung mit in die Kabine.

Dieser erhöhte sich nur zwei Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff, als der VfB erneut noch nicht auf dem Platz zu sein schien. Eine scharfe Hereingabe wollte Außenverteidiger Wirth klären, doch ließ mit seiner Aktion in bester Stürmermanier Torwart Edelmann keine Abwehrchance – 3:1. War das die Vorentscheidung? Nicht unbedingt, denn der VfB gab sich nicht auf und knüpfte an die guten Phasen vor der Halbzeit an. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld wurde Innenverteidiger Fröhlich zu Boden gerissen und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Stümer Bicak nahm sich der Sache an und traf. Doch der Elfmeter musste wiederholt werden, dem eingewechselte Saine mussten die Mitspieler nochmals erklären, dass auch der Halbkreis vor dem Strafraum nicht vor der Ausführung betreten werden durfte. Bicak ließ sich jedoch nicht beirren und verwandelte auch im zweiten Anlauf zum 3:2-Anschluss. Den Hausherren merkte man nun das Freitagsspiel etwas an und der VfB blieb weiter mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Doch es dauerte bis in die Schlussphase, als der VfB eine letzte Möglichkeit zum Ausgleich bekam. Der eingewechselte Knab, der sich in der Halbzeit noch an der Bratwurstbude gestärkt hatte, wurde bei seinem Debüt gefoult. Den fälligen Freistoß servierte Shtop für den eingelaufenen Fröhlich, der den Ball aus kurzer Distanz zum vielumjubelten 3:3-Endstand einköpfte.

Der Punktgewinn bedeutete zwar noch nicht die endgültige Rettung für den VfB, doch mit vier Punkten Vorsprung auf die beiden Verfolger aus Ort und Höllental kann am kommenden Wochenende der Klassenerhalt perfekt gemacht werden. Bei einem Sieg im Heimspiel gegen den BSC Tauperlitz am Samstag um 16 Uhr, gegen den man aus dem Hinspiel noch etwas gut zu machen hat, oder bei einer Niederlage eines Verfolgers hätte man das Saisonziel erreicht und könnte den Klassenerhalt feiern.

Mehr vom VfB

Knappe Niederlage gegen Waldstein!

VfB Helmbrechts – FC Waldstein 0:1

Nach dem klaren Auswärtssieg in Hof wartete mit dem 1.FC Waldstein nun ein ganz anderes Kaliber
auf die Rothosen.
Die Gäste, die sich mitten im Aufstiegskampf befinden, gingen dementsprechend
favorisiert in die Partie und hatten auch gleich mehr Spielanteile. Doch die VfBler waren darauf auch
eingestellt und legten das Hauptaugenmerk zunächst auf die Defensive. Dies gelang auch
überraschend gut, denn die Gäste kamen in der ersten Halbzeit zu keinen wirklichen nennenswerten
Torchancen. Am ehesten Torgefahr strahlte noch ein Kopfball nach einer Ecke und eine Hereingabe
von der linken Seite aus, die allerdings von Fröhlich geklärt werden konnte. Auf der anderen Seite
stellte VfB-Stürmer Kreß in aussichtsreicher Position sein Visier etwas zu hoch ein, während ein
Freistoß von Ünlütaskiran sichere Beute für Granit-Schlussmann Becher war. So blieb es beim
leistungsgerechten 0:0 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel erzeugten die Gäste mit dem nun im Sturm agierenden Rüger mehr Druck
und drängten die Rothosen weiter in deren eigene Hälfte. Der an diesem Tag stark aufgelegte VfB-
Keeper Edelmann entschärfte zunächst einen Freistoß bravorös, bevor wenige Minuten später die
Gäste-Stürmer Seuß und Rüger jeweils über das VfB-Gehäuse schossen. Die große Gelegenheit, das
Spiel für den VfB zu entscheiden, verpasste Langer in der 80. Minute. Nach einem Konter sprintete er
der Gästeabwehr davon, setzte den Ball aber mit dem Außenrist am langen Eck vorbei.


Als alle schon dachten, dass es zu einem unverhofften Punktgewinn reichen könnte, pfiff
Schiedsrichter Illmann in den Schlussminuten einen zumindest sehr umstrittenen Handelfmeter für
die Gäste. Hätte der Unparteiische eine Viertelstunde vorher bei einem Foulspiel von Wirth knapp an
der Strafraumgrenze Elfmeter anstatt Freistoß gegeben, wären die Proteste wohl zumindest geringer
ausgefallen als bei dieser Aktion. Denn ein strafbares Handspiel konnten auch die meisten Gegner so
nicht erkennen. Der eingewechselten Kraus nahm das Geschenk jedenfalls an und sorgte mit dem
eiskalt verwandelten Elfmeter für den Lucky Punch für die Gäste.


Die aufopferungsvoll kämpfenden Rothosen hätten einen Punkt verdient gehabt, wenngleich
aufgrund der Spielanteile der Sieg für die Gäste nicht unverdient war.


Am Sonntag geht es für den VfB um 15:00 Uhr erneut nach Hof, diesmal zum starken FC Wiesla Hof.
Das Hinspiel gewann der VfB nach packendem Kampf mit 3:2. Bei günstigen Spielergebnissen könnte
sogar der Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht werden.

Gemischte Gefühle nach “Hofer-Wochenende”

Der VfB gewinnt klar gegen Hof/West, muss sich aber Viktoria geschlagen geben.

Die “englischen Wochen” der Rothosen enden mit zwei Spielen gegen Mannschaften aus Hof. Insgesamt musste der VfB (wie beinahe alle Mannschaften der Kreisliga Nord) innerhalb von acht Tagen gleich viermal antreten und verlor dabei nur eine Partie. Doch gegen den FSV Viktoria Hof zeigten die Rothosen eine ihrer schlechteren Saisonleistungen.

VfB Helmbrechts – FSV Viktoria Hof 0:3

Nach dem Unentschieden in letzter Sekunde hatten sich die Rothosen vorgenommen, ihr nächstes Heimspiel gegen die Vorletzten des FSVs für sich zu entscheiden. Doch schon in den ersten Minuten wurde klar, dass die Leistung vom Ostermontag einiges an Kräften gekostet hatte. Die VfB’ler wirkten fahrig und unkonzentriert, ein echter Spielfluss kam nicht zu Stande. Dies spielte den Gästen extrem in die Karten, die immer besser in die Partie kamen. Trotzdem gab es in der ersten Halbzeit kaum nennenswerte Tormöglichkeiten, da beide Mannschaften hauptsächlich auf’s Verteidigen aus waren und kein Team ins volle Risiko gehen wollte. Der aufkommende Nebel war jedenfalls nicht daran Schuld, dass es für die anwesenden Zuschauer kaum etwas zu sehen gab.

So chancenarm der erste Durchgang war, so ereignisreich sollte der zweite werden. Der VfB wollte nach dem Seitenwechsel früher angreifen und die Gäste unter Druck setzen, doch genau das Gegenteil passierte: Nach einem Eckball der Gäste bekam der VfB den Ball nicht richtig geklärt, sodass eine zweite Flanke in den Sechzehner geschlagen werden konnte. Weil beim VfB zudem die Zuordnung nicht stimmte, konnte der FSV mit einem Kopfball am zweiten Pfosten in Führung gehen. Die Rothosen zeigten sich sichtlich geschockt und brauchten ein paar Minuten, um wieder in die Bahn zu kommen. Und genau dann, als der VfB das Spiel langsam im Griff hatte, schlugen die Gäste wieder zu: Ünlütaskiran bekam den Ball am eigenen Sechzehner nicht geklärt, ein Hofer setzte nach, nahm ihm das Spielgerät ab und blieb aus wenigen Metern Torentfernung cool vor Edelmann. 0:2!

Dieses Mal zeigte sich der VfB jedoch nicht geschockt und ging nach dem zweiten Treffer eher in die Offensive. In dieser Phase erspielten sich die Jungs von Trainer Wind ach die ein oder andere gute Torchance, hervorzuheben ist vor allem der Schuss vom eingewechselten Jallow aus 20 Metern, der am Quergebälk der Gäste landete. Die Hausherren machten weiter Druck und schienen dem Anschlosstreffer näher und näher zu kommen, doch genau dann schlugen die Gäste wieder zu: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld behinderten sich die Rothosen im eigenen Sechzehner gegenseitig, ein Hofer nahm das Geschenk dankend an und erhöhte auf 0:3. Dieser Nackenschlag sollte zu viel für den VfB sein, trotz einiger Torchancen wurden die Rothosen nicht mehr wirklich gefährlich, zudem fehlte es an der nötigen Präzision im Torabschluss, um den Auswärtssieg nochmal wirklich in Frage zu stellen. Negativer Höhepunkt war dann auch noch der Platzverweis für Jallow nach einer Rudelbildung kurz vor dem Ende der Partie.

Würden die Rothosen es schaffen, diese Niederlage abzuschütteln und nur wenige Tage später gegen den ATS Hof/West gewinnen können?

SG ATS Hof/West / ESV Hof – VfB Helmbrechts 0:7

Die Antwort ist ja. Und daran gab es auch zu keinem Zeitpunkt wirklich Zweifel, nachdem die Partie begonnen hatte. Gegen die personell arg geschwächten West’ler dominierte der VfB von der ersten Sekunde an, hatte nach nicht einmal einer Minute Spielzeit seine erste Torchance. Alle Chancen aufzuzählen würde den Rahmen dieses Spielberichts sprengen, selbst alle Tore zu beschreiben, würde einiges an Zeit und Aufwand bedeuten. Deshalb hier die Kurzfassung:

Die Helmetzer zeigten sich gerade im ersten Durchgang extrem spielfreudig und erspielten sich beinahe im Minutentakt Chancen. Bis auf Edelmann hatten so gut wie alle Spieler irgendwie ihren Fuß in der ein oder anderen Offensivaktion und zur eigenen Überraschung zeigte sich der VfB sogar bei Eckbällen gefährlich, was darin mündete, dass Fröhlich zu seinem ersten Kreisligator kam und das erste Tor nach VfB-Ecke seit einer gefühlten Ewigkeit erzielte. Grießhammer wollte es ihm im zweiten Durchgang gleichtun, aber es gibt schon seine Gründe, warum sein Name in keiner Torjägerliste auftaucht.

Der VfB führte zur Halbzeit vollkommen verdient mit 0:5 und wollte auch im zweiten Durchgang nicht komplett verwalten. Trotzdem merkte man den Rothosen an, dass die deutliche Führung und die kräftezehrenden vergangenen Wochen nicht gerade zur Konzentration beitrugen. Kurz nach seiner Einwechslung erzielte Bicak das 0:6 und legte das 0:7 durch Langer vor, danach war die Luft weitestgehend raus. Zwar erspielten sich die Gäste noch die ein oder andere gute Torchance, doch es fehlte zumeist an der finalen Präzision oder am Willen, den Ball unbedingt im Gehäuse unterzukriegen.

Anders als im BFV hinterlegt endete die Partie jedoch 0:7 und nicht 0:8. Die Torschützen waren Langer (12., 44., 58.), Scherer (22., 32.), Fröhlich (38.) und Bicak (56.). Warum der Schiedsrichter Scherer noch ein drittes Tor schenken wollte, ist der Redaktion leider nicht bekannt.

Nach dem Spiel kehrten die Rothosen noch bei ihrem geschätzen Sponsoren, dem griechischen Restaurant Delphi in Hof zum Mannschaftsabend ein. Wie ihr sehen könnt, war die Laune nach dem Essen grandios!

Insgesamt können die Rothosen mit ihrer Leistung aus den vergangenen vier Spielen wirklich zufrieden sein, müssen sich jedoch fragen, warum sie trotz guter Ansätze nur fünf Punkte holen konnten. Gerade in der Chancenverwertung werden sich die VfB’ler steigern müssen, wenn sie am kommenden Samstag um 15 Uhr gegen den Tabellenzweiten aus Waldstein bestehen wollen. Das Hinspiel endete mit 2:0 für die Granitler.

Mehr vom VfB:

Zwei Unentschieden zu Ostern!

Die Rothosen holen sowohl gegen Martinsreuth, als auch gegen Frankenwald einen Punkt.

1. FC Martinsreuth – VfB Helmbrechts 1:1

Nachdem der VfB in der Vorwoche witterungsbedingt nicht spielen konnte (das Spiel gegen den FSV Viktoria Hof wird am kommenden Donnerstag um 18:15 nachgeholt) waren die Rothosen über Ostern gleich doppelt gefordert. Am Karsamstag reiste man nach Martinsreuth zu einem Gegner, der tabellarisch schon recht deutlich vor den Helmbrechtsern stand. Trotzdem spielte der VfB mutig auf und kam in den ersten Minuten auch schon zu Torchancen. Langer konnte bereits nach wenigen MInuten seine Schnelligkeit ausspielen, doch sein Abschluss traf nur das Außennetz. Doch nach nur 12 Minuten Spielzeit durften die Rothosen dann doch jubeln! Wirth setzte sich stark auf der rechten Seite durch und bediente Cisse im Sturmzentrum. Aus wenigen Metern Torentfernung vollendete der VfB-Angreifer zur Führung.

Im Anschluss an die Führung blieb der VfB zwar spielbestimmend, erlaubte sich aber auch immer wieder Fehler im Aufbauspiel, die die Gäste zu Chancen einluden. Zur Mitte der ersten Halbzeit durften sich die Rothosen dann auch bei Keeper Edelmann bedanken, dass der Spielstand nicht schon längst ausgeglichen waren. Doch auch auf der anderen Seite kam der VfB immer wieder zu Torchancen, die jedoch nur selten wirklich gefährlich aufs Tor kamen. Shtops und Langers Fernschüsse zeigten, dass der VfB zwar bemüht war, weiter Tore zu erzielen, aber schlussendlich die letzte Präzession fehlte. So ging man mit dem 0:1 in die Halbzeit.

Für den zweiten Durchgang hatten sich die Hausherren scheinbar viel vorgenommen, der VfB schien dagegen einen Moment zu schlafen, den nur wenige Zeigerdrehungen nach Wiederanpfiff stand es plötzlich 1:1! Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld waren sich Scherer und Grießhammer einen kurzen Moment uneinig, wer welchen Gegenspieler zu decken hatte und schon lag der Ball im Tor, da Stürmer Barthold diese Sekunden Vorsprung nutzte und sehenswert aus 14 Metern Torentfernung einköpfte. Danach übernahmen beide Mannschaften regelmäßig die Spielkontrolle, große Chancen blieben aber auf beiden Seiten aus, sodass es beim gerechten Unentschieden blieb.

VfB Helmbrechts – FC Frankenwald 2:2

Nur zwei Tage später hieß es dann Derbytime am VfB! Am Ostermontag kam es endlich zum ersten Kreisligaspiel an der Frankenwaldsportstätte im Jahr 2022. Die Frankenwälder war dabei von Beginn an anzusehen, dass sie die Hinspielniederlage wettmachen wollten, die Helmbrechtser wollten zuhause auf keinen Fall ein Derby verlieren. Deshalb dauerte es auch ein paar MInuten, bis es zu den ersten größeren Torchancen kam. Und die erste VfB-Chance war auch gleich drin! Fröhlich spielte einen langen Ball auf Manneh, der mit dem Kopf zu Wirth weiterleitete. Dieser verzögerte kurz und spielte auf Shtop, der den mitgelaufenen Manneh bediente und der lies sich nicht zweimal bitten und erzielte das 1:0 in der 13. Minute. Der erste schöne Spielzug brachte auch gleich die Führung. Die Gäste waren vom Rückstand sichtlich beeindruckt und brauchten einen Moment, um sich zu sammeln. Dadurch konnte der VfB weiter Kontrolle im Spiel nach vorne übernehmen und in der 23. Minute nachlegen. Doch dieses Mal wurde man eingeladen: Ein FC-Rückpass auf Keeper Friedrich war zu kurz gespielt, sodass der angesprintete Langer dazwischenspitzeln konnte. Ein Tänzchen um den Keeper später stand es 2:0 für die Hausherren.

Dieses Mal reagierten die Gäste jedoch stärker auf den Rückstand und erhöhten nun ihrerseits die Intensität. Das Spiel wurde nun auf beiden Seiten etwas ruppiger, ohne wirklich unfair zu werden. Dazu trug auch der gute Schiedsrichter Schneider bei, der Foulspiele frühzeitig unterband und auch die ein oder andere gelbe Karte verteilte. Durch die härtere Gangart kamen die Gäste trotzdem immer besser ins Spiel und gewannen mehr Zweikämpfe. Diese Strategie führte auch zum Anschlusstreffer: Die Rothosen bekamen einen Ball im Sechzehner nicht geklärt, Kapitän Krumpholz setzte nach, eroberte den Ball zurück und schoss aus wenigen Metern zum 2:1 ein. Damit endete eine ereignisreiche erste Halbzeit, die von der folgenden jedoch noch getoppt werden sollte.

Die Gäste kamen stark aus der Kabine und übernahmen umgehend die Spielkontrolle. Der VfB wurde zeitweise richtig hinten reingedrückt und kam in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff kaum zu Entlastungen. Trotzdem stand man sicher, weil die Abwehr um Scherer, Simsek und Fröhlich alles wegverteidigte, was auf sie zukam. Dennoch lag der Ausgleich permanent in der Luft, es schien nur wie eine Frage der Zeit. Doch mit diesem permanenten Druck nach vorne wurden die Gäste hinten anfälliger. So kam Schneeberger nach einer langen Phase ohne VfB-Abschlüsse plötzlich im Sechzehner der Gäste zum Schuss und erzeilte beinahe das 3:1, doch Friedrich klärte zur Ecke. Diese führte Langer aus, doch der Ball wurde von einem Verteidger zurück in seine Füße geköpft. Langer legte sich den Ball noch einmal auf den starken Rechten und zog fast von der Seitenauslinie ab und ballerte mit ordentlich Zunder in Richtung Torwinkel. Doch Friedrich war wieder zur Stelle und lenkte auch diesen Ball über die Latte. Damit hatten die Rothosen aber Blut geleckt und kamen immer wieder zu starken Kontern. Nach einem solchen drang Manneh in den Sechzehner der Gäste ein und wurde von hinten klar gefoult. Strafstoß. Langer trant an. Und schoss den Ball deutlich über das Tor. Die beste Chance auf den Entscheidungstreffer war dahin.

In der Schlussphase attackierten dann wieder nur die Gäste. Die Hausherren wollten das 2:1 nun nur noch über die Zeit bringen und verteidigten mit Mann und Maus. 96 Minuten lang ging das auf, doch eine Ecke sollte die Erlösung für die Gäste sein. Und für die Hausherren der KO-Schlag. Der Eckball wurde zu Sebastian Oelschlegel am langen Pfosten geschlagen, der sich gegen einige Gegenspieler durchsetzte und zum 2:2 in letzter Sekunde einköpfte.

Insgesamt können die Rothosen mit ihren beiden Spielen zufrieden sein, zeigten sie doch zweimal eine gute Leistung gegen Mannschaften, die in der Tabelle vor ihnen stehen. Durch das extrem späte Gegentor hat das Spiel gegen den FC Frankenwald jedoch einen faden Beigeschmack. Bereits am kommenden Donnerstag müssen die VfB’ler erneut antreten und empfangen um 18:15 den FSV Viktoria an der Frankenwaldsportstätte. Gegen die Vorletzten aus Hof werden die Helmbrechtser alles geben, um den ersten Dreier in diesem Kalenderjahr zu machen und dabei den Vorsprung auf die Abstiegsränge auszubauen.

Knappe Niederlage beim Tabellenführer!

TuS Schauenstein – VfB Helmbrechts 2:0

Nach der Niederlage bei den Tabellennachbarn aus dem Höllental stand für die Rothosen eine besonders harte Nuss auf dem Speiseplan: Die Tabellenführer aus Schauenstein luden zum Derby. Nachdem bis wenige Stunden vor der Partie unklar war, ob aufgrund der Platzverhältnisse überhaupt gespielt werden konnte, pfiff Schiedsrichter Schwartling pünktlich um 15 Uhr das Spiel an.

Die Helmbrechtser begannen deutlich defensiver als zuletzt und wollten dem starken TuS-Sturm so wenig Raum wie möglich geben. Diese Strategie klappte anfangs jedoch nur bedingt, denn schon nach zwei Minuten hätte es 1:0 für die Hausherren stehen müssen: Nach einer Flanke über rechts war TuS-Stürmer Saalfrank komplett frei im Sechzehner der Helmbrechtser. Doch glücklicherweise sprang der Ball kurz vor ihm nochmal auf und er vergab aus wenigen Metern Torentfernung, sodass die Rothosen mit einem Schreck davon kamen. Die Hausherren hatten nur wenige Minuten später nochmal eine ähnliche Chance, doch der Ball war wesentlich schwieriger zu nehmen und führte ebenfalls nicht zum Torerfolg.

Das war es allerdings auch schon mit Tormöglichkeiten in der Anfangsphase. Die defensive Grundordnung der Rothosen funktionierte jetzt immer besser und die Schauensteiner fanden kaum noch offene Räume oder freie Mitspieler. Auf der anderen Seite war die Mannschaft von Trainer Wind jedoch in der Offensive auf lange Bälle limitiert, die zumeist nicht wirklich gefährlich wurden, da die TuS-Abwehr aufpasste. Das Spiel trudelte also vor sich hin, während die Hausherren zwar immer wieder anliefen, aber entweder an der kompakten VfB-Abwehr oder dem glänzend aufgelegten Keeper Edelmann scheiterten. Als es bereits in Richtung Halbzeit ging, kamen die Rothosen dann doch mal zu einer ihrer seltenen Chancen. Und was für einer! Wirth brach auf rechts durch, enteilte mit dem Ball all seinen Verfolgern und stand plötzlich ganz alleine vor Torhüter Pesterov. Doch anstatt zum 0:1 abzuschließen, legte sich Wirth den Ball einen Tick zu weit vor und verlor so das Spielgerät. Beinahe wäre die Taktik von Trainer Wind bereits zur Halbzeit aufgegangen. Immerhin holten die Rothosen so ein 0:0 zum Seitenwechsel.

Im zweiten Durchgang setzte sich die Partie genau so fort: Die Hausherren dominierten, ohne wirklich gefährlich zu werden, während der VfB versuchte, über Nadelstiche in der Offensive gefährlich zu werden. Der Fernschuss von Kreß nach knapp 60 Minuten war dabei eins der wenigen Highlights bis dahin. Um die Offensive zu unterstützen wechselten die Hausherren nach 64 Minuten gleich drei mal und stellten auf ein System mit zwei Stürmern um. Und dieser Systemwechsel funktionierte! Die Rothosen hatten durch die vielen Personalrochaden Probleme in der Abstimmung und plötzlich war ein Schauensteiner auf der rechten Abwehrseite mutterseelenallein. Seine flache Flanke konnte weder von Grießhammer, noch Simsek im Strafraum abgewehrt werden, als Saalfrank am langen Pfosten auftauchte und mit der Hacke zum nicht unverdienten 1:0 vollstreckte.

Mit diesem Rückstand war auch die Taktik der Rothosen ein Stück weit außer Kraft gesetzt. Man musste nun offensiver denken, um doch noch einen Punkt aus Schauenstein mitzunehmen. Aus diesem Grund brachte Trainer Wind Cisse für Kreß und verletzungsbedingt nur wenig später Ott für Wirth. Die Rothosen nahmen nun auch deutlich aktiver am Spiel nach vorne Teil und hatten fünf Minuten vor dem Ende noch eine gute Chance auf den Ausgleich: Nach einem Foul der Heimelf gab es einen Freistoß aus circa 20 Metern für die Rothosen. Kapitän und Geburtstagskind Shtop (alles gute nachträglich!) nahm sich der Sache an und schoss aus halbrechter Position über die Mauer – und leider auch knapp über das Tor. Den Rothosen lief nun die Zeit davon. Zu viel hatten sie investiert, um ohne Punkte vom Platz zu gehen. Doch Sekunden vor dem Abpfiff am es genau anders herum: Die Gäste waren weit aufgerückt, ein langer Ball rutschte zum eingewechselten Schott durch und kein VfB’ler kam dem flinken Angreifer noch hinterher. Der ließ Edelmann aus wenigen Metern Entfernung keine Chance und erzielte in der 89. Spielminute das entscheidenende 2:0. Wenig später pfiff der souveräne Schiedsrichter Schwartling die insgesamt sehr faire Partie ab.

Die Rothosen hätten sich aufgrund ihres aufopferungsvollen Kampfes an diesem Tag sicherlich einen Punkt verdient gehabt, doch die offensiven Qualitäten der Hausherren waren schlussendlich zu hoch. Am kommenden Samstag bestreitet der VfB das erste Kreisliga-Heimspiel diesen Jahres gegen die Tabellenvorletzten von Viktoria Hof. Sollten die Helmbrechtser auf der gezeigten Leistung aufbauen können und gegen die Hofer eine gute Leistung zeigen, sollten sie sich weiter vom Tabellenkeller distanzieren können.

Für die zweite Mannschaft steht sogar ein Doppelspieltag an: Am Freitag empfängt die SG VfB 2/ TVK 2 um 18 Uhr den FCR Geroldsgrün 2 zum Nachholspiel, am Sonntag um 12 Uhr ist die SG TSV Lippertsgrün / Marlesreuth zu Gast.

Die Rothosen verlieren im Auftaktspiel!

1.FC Höllental – VfB Helmbrechts 2:1

Der VfB verliert im Duell gegen die direkten Tabellennachbarn aus dem Höllental denkbar knapp mit 2:1. Dabei zeigten die Rothosen vor allem im zweiten Durchgang aber eine durchaus ansprechende Leistung und hätten sich mindestens einen Punkt redlich verdient. Wieso nahm man also bei den ersatzgeschwächten Höllentalern nichts mit?

Bereits vor der Partie war beiden Mannschaften klar, dass es sich um ein sogenanntes “Sechs Punkte Spiel” handelte. Sollte der VfB gewinnen, wäre man elf Punkte vor dem FC. Sollte der FC gewinnen, würde dieser Rückstand auf fünf Punkte schmelzen. Deshalb waren beide Mannschaften von Anfang an epicht darauf, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Dies gelang der Heimmannschaft etwas besser. Durch eine robuste Spielweise zwang man den VfB auf einem schwierigen Geläuf dazu, sich hinten die Bälle hin und her zu schieben, ein Durchkommen erschien kaum möglich. Zudem zeigten sich die Hausherren sehr zweikampfstark. Über Ballgewinne im Mittelfeld schafften sie es immer wieder, ihre Offensivabteilung in Szene zu setzen. So geschah aus VfB-Sicht auch das Gegentor in der 13. Minute: Al Rahmoun hatte zu viel Platz im Mittelfeld und schlug einen langen Ball auf Grabner, der aus stark abseitsverdächtiger Position startete. Der schüttelte VfB-Verteidiger Fichtner ab und verwandelte mit der ersten größeren Torchance des Spiels zum 1:0.

Der VfB ließ sich vom Rückstand allerdings nicht beeindrucken und intensivierte nun das eigene Offensivspiel. Langer brach mehrmals über die Außen durch und Shtop versuchte es aus der Distanz, doch so richtig gefährlich wollte noch kein Ball aufs Tor von Keeper Kilic kommen. Stürmer Bicak wurde zudem von der Heim-Abwehr sehr gut aus dem Spiel genommen, sodass auch er kaum Torgefahr entwickeln konnte. Deshalb dauerte es bis zur 33. Minute, bis der VfB endlich jubeln durfte: Bicak legte im Sechzehner rüber zu Manneh, der von zwei Gegenspielern in die Zange genommen wurde und fiel. Schiedsrichter Fleischmann zeigte ohne Zögern auf den Punkt, Langer schoss ebenso ohne Zögern souverän zum 1:1 ein. Der VfB war zurück in der Partie und wollte nun mehr.

Doch trotz mehrerer Torchancen konnten die Rothosen bis zur Pause kein Tor mehr erzielen. Stattdessen jubelten die Hausherren kurz vor der Halbzeit: Der ansonsten fehlerfreie VfB-Hüter Edelmann wollte einen langen Ball gegen Gegenspieler Al Rahmoun abschirmen und in die Hand nehmen, doch der FC’ler spitzelte das Spielgerät an ihm vorbei und schoss den Ball ins leere Tor. Edelmann ging zu Boden und plädierte auf Foulspiel, doch der Schiedsrichter entschied auf Tor. Kurz danach gingen beide Mannschaften in die Pause.

Im zweiten Durchgang präsentiere sich der VfB wesentlich griffiger in den Zweikämpfen und gewann dadurch wesentlich mehr Ballkontrolle im Mittelfeld. Die Hausherren zogen sich merklich zurück und warteten auf Konter. Ihre beste Chance nach der Halbzeit hatten die Höllentaler nach einem langen Ball auf Außenstürmer Grabner, doch sein Schuss ging an den Pfosten. Ansonsten war der VfB spielbestimmend, kam aber auch nur vereinzelt zu Tormöglichkeiten. Dies sollte sich mit der Hereinnahme von Ünlütaskiran und Cisse ändern, die wesentlich mehr Zug auf das gegnerische Tor hereinbrachten. Doch die Minuten vergingen und vergingen ohne Torjubel auf VfB-Seiten.

Dem VfB lief nun langsam aber sicher die Zeit davon. Und auch, weil den Gastgebern nun scheinbar langsam aber sicher die Puste ausging, wurden die letzten zehn Minuten zu einer wahren Chancenflut. Der kurz zuvor eingewechselte Kreß verpasste mit einem Schuss aus 15 Metern nur knapp den Ausgleich, Cisse und Langer vergaben jeweils aus spitzem Winkel. Die beste Chance hatte Scherer Sekunden vor dem Abpfiff, als ihm der Ball nach einem Kudelmuddel im gegnerischen Sechzehner vor die Füße viel. Torhüter Kilic war bereits am Boden und Scherer hätte das Spielgerät nur irgendwie über das liegende Menschenknäuel und unter die Latte bugsieren müssen. Doch der zweite Teil gelang ihm nicht, sein Schuss ging über das Tor. Kurz danach erklang der Abpfiff.

Schlussendlich müssen sich die Rothosen an die eigene Nase fassen, dass sie ihren Abstand auf die Relegationsplätze nicht ausgebaut haben, weil sie ihre zahlreichen Chancen im zweiten Durchgang nicht nutzten. Die Hausherren belohnen sich dagegen für ihre konzentrierte Defensivleistung und kommen dem VfB in der Tabelle nun immer näher.

Für die Rothosen geht es in der nächsten Woche mit einem echten Kracher weiter: Am Sonntag, dem 03.04. gastiert man um 15 Uhr bei den neuen Tabellenführern aus Schauenstein. Das Hinspiel ging mit 3:0 an TuS’ler, deswegen wird der VfB sicherlich alles geben, um beim Tabellenprimus nicht unter die Räder zu kommen. Doch vorher wollen wir euch nochmal an unseren Flohmarkt erinnern:

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