Der VfB belohnt sich nicht auswärts in Hof

FC Türk Hof – VfB Helmbrechts 3:1 (1:1)

Die Rothosen starteten aufgrund vieler Aufälle stark verändert. Die neue Formation brauchte gut 20 Minuten um ins Spiel zu kommen. Diese unorganisierte Anfangsphase wusste Türk Hof nach einer Viertelstunde zur Führung auszunutzen. Der VfB kämpfte sich danach aber immer besser ins Match und erzielte durch ein Traumtor von Ünlütaskiran den Ausgleich. Nicht aber unser kleiner Mert, sondern sein älterer Bruder “Stabilo” Mecit machte den Treffer. Fortan war es ein Spiel auf Augenhöhe.

In der zweiten Hälfte war für die Türken kaum noch ein Durchkommen gegen die Abwehrreihen der Helmbrechtser. Und der VfB erspielte sich Chance um Chance. Leider verpassten es die Jungs diese zu nutzen. Und wie so oft im Fußball: “Machst du die Dinger vorne nicht rein, dann…”. In der Schlussphase schwanden dann doch zusehends die Kräfte und der Gastgeber entschied das Spiel durch einen Doppelschlag binnen 4 Minuten. Die VfB’ler schmissen nochmal alles nach vorne, ein weiterer Treffer wollte jedoch nicht gelingen.

Nichtsdestotrotz zeigten die Rothosen eine ansprechende und kämpferische Leistung, welche für das anstehende Heimspiel am Wochenende gegen den FC Wiesla Hof viel Hoffnung geben sollte.

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Startelf: F. Hüttner, T. Ölschlegel, E. Fröhlich, T. Akdag, S. Semenov, N. Wirth, A. Shtop, S. Bah, Mecit Ünlütaskiran, P. Wirth, M. Ölschlegel

Ersatzbank: M. Saine (37.Minute), J. Fraas (85. Minute)

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VfB muss weiter auf den ersten Punktgewinn der Saison warten

Nachdem der VfB in der Vorwoche das Derby gegen den TSV Presseck-Enchenreuth mit 0:3 verlor wartete mit der SpVgg Saalestadt der nächste schwierige Gegner. Der Fusionsverein aus dem FC Schwarzenbach/Saale und dem TuS Förbau ist in dieser Saison die große Unbekannte in der Kreisliga Nord, nachdem der Verein die vergangenen Spielzeiten in der Südkreisliga an den Start ging. Aus VfB Sicht war man auf jeden Fall gewarnt, denn die SpVgg konnte ihre ersten beiden Saisonspiele klar für sich entscheiden und blieb dabei auch noch ohne Gegentor.

Bei zunächst angenehmen Sonnenschein sahen die Zuschauer in den ersten fünfzehn Minuten eine ausgeglichene Partie, wobei der VfB überraschte und in dieser Phase die aktivere Mannschaft war. Saalestadt erzielte zwar nach 3 Minuten das vermeintliche erste Tor, was jedoch wegen einer klaren Abseitsposition einkassiert wurde. Der VfB war hellwach und ließ die SpVgg öfter ins Abseits laufen. Karakalpakis mit einem Distanzschuss und Langer mit einer Direktabnahme nach einem Freistoß sorgten für die ersten Torannäherungen auf Helmbrechtser Seite. Doch auch Hüttner musste nach einer zu kurz geratenen Kopfballabwehr von Wirth das erste Mal parieren.

In der 16. Minute musste Hüttner dann trotzdem das erste Mal hinter sich greifen. Ein VfB-Verteidiger rutschte auf dem nassen Untergrund weg, Meister wurde in die Tiefe geschickt, dieser bediente Patrik Bertl, der sich gut gegen Ölschlegel durchsetzte und humorlos zum 1:0 einschob. Dieses Tor gab der SpVgg Saalestadt merklich Sicherheit. Die Mannschaft von Nicolai Hauptmann war nun besser im Spiel und hatte auch deutlich mehr Ballbesitz, ohne sich die ganz großen Chancen zu erarbeiten. Der VfB zeigte sich in jedem Zweikampf aggressiv und hielt das Spiel offen. Unerklärlich dann die letzten zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Der VfB bekam auf den Außenpositionen überhaupt keinen Zugriff mehr, Saalestadt kombinierte sich dreimal gefällig über die Außen durch und die gut gespielten Hereingaben verwerteten Patrik Bertel, Bablli und zu allem Unglück auch noch VfB-Kapitän Fröhlich mit einem Eigentor in das Gehäuse von Keeper Hüttner.

Beinahe pünktlich zum Anpfiff der zweiten Spielhälfte setzte der Regen ein und sorgte, wie die Helmbrechtser Leistung, ebenfalls nicht für Euphorie. Die erste Chance gehörte den Hausherren nach einer Ecke. Eine Direktabnahme strich knapp am langen Pfosten vorbei. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff dann das 5:0 für Saalestadt. Der VfB verlor nach einem Einwurf leichtfertig den Ball, Lawall schaltete schnell und schickte Bertel mit einem gut getimten Ball auf Reisen. Dieser chipte den Ball gekonnt über den herauseilenden Hüttner in die Maschen. Bei einigen Helmbrechtser Spielern schwanden zusehends die Kräfte auf dem nassen Rasenplatz und das Spiel plätscherte vor sich hin bis Hüttner in Katzenmanier das 6:0 nach einem gut getretenen Freistoß in zentraler Position aus 18 Metern verhinderte. Wenig später war er dann jedoch abermals machtlos als Bertel wieder alleine vor ihm auftauchte und seinen vierten Treffer in diesem Spiel erzielte. Beim VfB klappte in der 2. Halbzeit nicht mehr allzu viel, einzig der eingewechselte Marco Ölschlegel und Nick Wirth hatten noch jeweils einen Abschluss aus aussichtsreicher Position zu verzeichnen.

Nach drei Niederlagen in Folge belegt der VfB den vorletzten Tabellenplatz und ist am Samstag fast schon dazu verdammt den ersten Saisonsieg einzufahren, um nicht jetzt schon den Anschluss an die Mittelfeldplätze zu verlieren. Gegner ist die SG Gefrees/Streitau, die mit 6 Punkten als Aufsteiger mehr als passabel in die Saison gestartet ist und mit reichlich Selbstbewusstsein anreisen wird. Wenn der VfB es schafft seine individuellen Fehler abzustellen und die letztjährige Heimstärke auf der Frankenwaldsportstätte wiederfindet, kann es mit dem ersten Saisonsieg sicherlich klappen.

Startelf: Hüttner, T. Ölschlegel, Schuberth, Fröhlich, P. Wirth, Grimm, N. Wirth, Ott, Langer, Bächer, Karakalpakis

Ersatzbank: M. Ölschlegel (58. Minute), Wartenberg (58. Minute), Saine (70. Minute), Fraas, Sensöz

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VfB misslingt erstes Heimspiel der Saison

VfB Helmbrechts – TSV Presseck/Enchenreuth  0:3 (0:2)

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison empfing der VfB den TSV Presseck-Enchenreuth auf der Frankenwaldsportstätte. Nach der knappen Auftaktniederlage beim FC Frankenwald wollten es die Rothosen gegen den Vierten der Vorsaison besser machen, doch daraus wurde nichts. Die Gäste, welche mit einem 4:0-Heimsieg in die Spielzeit gestartet waren, überließen dem VfB zunächst das Spiel und lauerten auf Ballverluste. Knappe zehn Minuten waren gespielt, da führte ein solcher dann auch zur ersten großen Chance der Partie. Nach einem Missverständnis zwischen Wirth und Greim schaltete der TSV schnell um und plötzlich stand Zucker allein vor Hüttner. Der Gästestürmer schob den Ball allerdings nicht nur an Hüttner, sondern auch am Kasten der Helmbrechtser vorbei.

Nach einer halben Stunde sorgte das nächste Missverständnis in der VfB-Hintermannschaft dann für die Gäste-Führung. Einen Freistoß in der eigenen Hälfte wollte Fröhlich zu einer Spielverlagerung nutzen, bei seinem halbhohen Ball stand Ott mehr oder weniger im Weg und der Ball ging zum TSV-Stürmer Pfaffenberger. Dieser fackelte nicht lange und hob den Ball aus 30 Metern über VfB-Keeper Hüttner hinweg in die Maschen.

Ein weiterer VfB-Freistoß ging dem 0:2 voraus. Diesen klärte die Gästeabwehr und den weiten Befreiungsschlag bekam die VfB-Hintermannschaft nicht unter Kontrolle. TSV-Stürmer Zucker schnappte sich den Ball, ließ noch drei VfB-Akteure stehen und behielt diesmal vor Hüttner die Nerven. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Karakalpakis die beste Gelegenheit für die Rothosen, doch er scheiterte nach schöner Kopfball-Vorlage von Langer mit seinem Schuss aus zehn Metern am stark parierenden TSV-Schlussmann. Mit dem 0:2 ging es dann auch in die Kabine.

Im zweiten Durchgang zeigte sich der VfB zwar bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Jedoch fehlte es an der letzten Durchschlagskraft, um das Gästetor ernsthaft in Gefahr zu bringen. War doch einmal ein VfB-Angreifer in aussichtsreicher Position, haperte es dann entweder am Abschluss oder die Gäste stoppten den Angriff taktisch clever mit einem Foul noch vor der Strafraumgrenze.  So verteidigte der TSV problemlos seinen Vorsprung und setzte kurz vor Schluss noch den 3:0-Schlusspunkt.

Der VfB muss sich jetzt schütteln, denn nach dem schweren Auswärtsspiel in Schwarzenbach am kommenden Sonntag sollten in den folgenden Spielen die ersten Punkte eingefahren werden, um nicht dauerhaft in der jetzigen Tabellenregion zu verharren. 

Startelf: F. Hüttner, M. Fichtner, T. Ölschlegel, E. Fröhlich, J. Greim, N. Ott, N. Wirth, M. Ünlütaskiran, P. Langer, P. Wirth, M. Karakalpakis

Ersatzbank: J. Bächer (39. Minute), L. Grimm (46. Minute), J. Wartenberg (70. Minute), M. Saine (80.Minute), M. Sensöz (80. Minute), M. Ölschlegel, P. Müller

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Auftaktniederlage für den VfB Helmbrechts

FC Frankenwald – VfB Helmbrechts 2:1

Nach einem starken 3. Platz in der Vorsaison wollten die Rothosen direkt an den vergangenen Erfolgen anknüpfen. Mit einigen Neuzugängen machte man sich auf zum FC Frankenwald. Letzte Saison konnte man beim harten Auswärtsspiel noch einen knappen 1:0-Sieg einfahren.


Der VfB startete engagiert in das Spiel und konnte sich zu Beginn gute Torchancen erspielen. Neben einem Pfostentreffer durch Langer hatte Karakalpakis die wohl beste VfB-Chance als er nach einem starken Abschluss von Ünlütaskiran frei vor dem Tor zum Abschluss kam, aber den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Die harte Gangart der Frankenwälder machte nicht nur dem VfB Probleme, sondern auch dem Schiedsrichter, welcher unter anderem ein Nachschlagen von Hagen übersah. Das Spiel wurde in Folge ruppiger. Umso überraschender kam der Führungstreffer der Gastgeber in der 20. Minute durch Baier. Frankenwald tat das Tor sichtlich gut und kam danach besser ins Spiel. Kurz später reagierte Hüttner zweimal glänzend, sah dabei auch noch richtig gut aus und hielt den VfB in der Partie. Glück hatte der VfB als Schiedsrichter Nitsche einen möglichen Foulelfmeter übersah. Beide Mannschaften neutralisierten sich bis zur Halbzeit weitestgehend.


In der Halbzeit mischte Heimtrainer Wirth seiner Mannschaft wohl einen besonderen Tee. Die Aggressivität der Frankenwälder nahm in der 2. Halbzeit deutlich zu, aber erstmal eins nach dem anderen…
Die erste gute Chance nach der Pause gehörte der Heimelf, doch Hüttner konnte auch hier seinen Status als einen der besten Torhüter der Liga festigen. Das Spiel war in Folge von vielen harten Zweikämpfen geprägt. Die Karten flogen auf beiden Seiten und der Fußball geriet zunehmend in den Hintergrund. Aus dem Nichts tauchte in der 68. Minute Hagen vom FCF nach einem Einwurf vor dem Tor der Rothosen auf und legte den Ball unter kräftiger Mithilfe des Windes über Hüttner an den rechten Innenpfosten: 2:0 für die Frankenwälder. Wer zu diesem Zeitpunkt gedacht hatte, das Spiel würde sich in Folge beruhigen, wurde enttäuscht. Angespornt vom bevorstehenden Derbysieg gingen die Frankenwälder noch aggressiver in die Zweikämpfe. Symbolisch hierfür ist das BFV-Bild ihres eingewechselten Kapitäns Krumpholz mit einer Axt in der Hand.


Der VfB nahm den Kampf aber an und kam wieder zu Chancen. In der 75. Minute wurde Bächer eingewechselt und der Mut von Trainer Kemnitzer sollte belohnt werden. Gerade mal 30 Sekunden auf dem Feld durfte Bächer mit seinen Teamkollegen jubeln. Nach einem Handelfmeter trat Fröhlich an und verwandelte sicher links unten. Der Anschluss für die Rothosen!
Der VfB drängte auf den Ausgleich und der FC wurde sichtlich nervöser. An dieser Stelle wusste sich die Heimmannschaft nur noch mit überharten Fouls zu helfen. Hagen war nach einem bösen Einsteigen ohne Chance auf den Ball gegen Wirth von hinten mit gelb noch gut bedient. Der Gipfel des unsportlichen Verhaltens ereignete sich in der Nachspielzeit als der bereits ausgewechselte Torschütze Baier einen vielversprechenden Angriff des VfBs mit einem eingeworfenen Ball von der Auswechselbank unterband. Folgerichtig erhielt dieser die glattrote Karte. Da half auch das Beschweren der FC-Bank und das Anschreien des jungen Linienrichters durch den Heimtrainer nicht mehr. In Folge erhielt auch noch Gedik die Ampelkarte nach einem überharten Einsteigen gegen Fröhlich.
Zurück zum Sportlichen: Die Rothosen konnten sich noch die ein oder andere Chance erspielen. Die Beste hatte Langer, welcher den guten FC-Torhüter Grätz bereits überwunden hatte, der Ball aber nur langsam Richtung Torlinie trudelte und so noch vor der Linie von eben genannten Grätz gekratzt wurde. Mit dieser Aktion hielt der Keeper den Sieg fest.


Auf ein Derby folgt bekanntlich immer ein Derby: Nächste Woche empfangen die Rothosen den Nachbarn TSV Presseck-Enchenreuth. Diese konnten ihren Saisonauftakt gegen die zweite Garde der Frösche mit 4:0 gewinnen und stehen derzeit auf Tabellenplatz 2. Nach dem unglücklichen Saisonstart peilt die Kemnitzer-Elf im ersten Heimspiel den ersten Saisonsieg an. Das Spiel verspricht einen spannenden Samstagnachmittag auf der Frankenwaldsportstätte. Zuschauen lohnt sich also!

Startelf: F. Hüttner, T. Ölschlegel, E. Fröhlich, M. Ölschlegel, M. Fichtner, N. Ott, N. Wirth, M. Ünlütaskiran, P. Langer, P. Wirth, M. Karakalpakis

Ersatzbank: S. Weigold (66. Minute), J. Bächer (75. Minute), M. Sensöz (79. Minute), L. Grimm (89. Minute), M. Saine, J. Greim

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Deutlicher Sieg im letzten Heimspiel!

VfB Helmbrechts – FC Eintracht Münchberg II 4:0

Nach dem unbefriedigenden Auswärtsunentschieden in Tauperlitz wollten die Rothosen ihren Anhängern zum letzten Heimspiel der Kreisligasaison 2022/23 noch einen Sieg mitgeben. Dass es sich dabei um das Derby gegen die Eintracht aus Münchberg handelte, sorgte nur für zusätzliche Motivation bei der Elf von Trainer Kemnitzer, der selbst allerdings beruflich verhindert war. Deshalb nahm VfB-Legende Lutz Wirth auf der Trainerbank Platz und coachte die junge Truppe.

Der VfB startete engagiert in die Partie und setzte den Gegner früh unter Druck. Die ersten Torchancen ließen auch nicht lange auf sich warten, gingen aber jedoch teilweise weit am Gästetor vorbei. Doch der erste wirklich gefährliche Angriff führte dann auch gleich zum ersten Tor: Fichtner spielte den Ball von außen flach in den Strafraum, wo Karakalpakis auf Shtop ablegte. Der VfB-Kapitän fackelte nicht lange und schloss trocken zum 1:0 ab (8. Minute).

Die Rothosen behielten die Kontrolle über die Partie und spielten weiter munter nach vorne. Klar gelang nicht alles und die Münchberger hielten vor allem im Mittelfeld auch gut dagegen, Torchancen hatten jedoch beinahe ausschließlich die Hausherren in dieser Phase. So war das 2:0 nach 30 Minuten eine logische Konsequenz: Nach einem Eckball blieben die Rothosen am Sechzehner der Gäste im Ballbesitz, Karakalpakis und Weigold spielten einen schönen Doppelpass, wonach ersterer das Spielgerät flach und scharf vor’s Tor brachte. Schuberth stand am zweiten Pfosten blank und grätschte den Ball über die Linie.

Bis zur Halbzeit flachte die Partie etwas ab, erwähnenswerte Großchancen gab es keine mehr. Zur Pause wechselten die Rothosen einmal: Für Ott kam Grimm ins Spiel, wodurch auf VfB-Seite mit Schuberth, Fröhlich und Grimm nun drei ehemalige FC’ler standen. Auch die Gäste hatten gewechselt und auf eine Dreierkette umgestellt, wodurch sie vor allem in den ersten Minuten nach der Pause mehr Zugriff auf die Partie hatten. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase knackten die Rothosen aber auch diesen Abwehrriegel, wenn auch unter umstrittenen Umständen: Nach einem Zweikampf zwischen Schuberth und FC-Verteidiger Altuntas blieb letzterer verletzt am Boden liegen, Schiedsrichter Hahn entschied zurecht auf Weiterspielen. Die Münchberger unterbrachen trotzdem ihre Abwehrbemühungen und beschwerten sich lautstark über die Entscheidung, während Weigold gedankenschnell auf’s Tor zulief und zu Ünlütaskiran spielte, der den Ball ins verwaiste Gästetor schob. Die teils sehr emotionale Diskussion im Anschluss flachte relativ schnell wieder ab und war spätestens mit dem 4:0 komplett vergessen. Über links setzte sich Ünlütaskiran überragend durch und revanchierte sich mit einem starken Pass auf Weigold für dessen Vorarbeit zum 3:0. Weigold zog direkt ab und profitierte dabei, dass FC-Verteidiger Meyer den Ball entscheidend ablenkte und so dem eigenen Torhüter keine Chance ließ (61. Minute).

Im Anschluss gab es noch ein paar Torchancen auf beiden Seiten, die Hausherren waren dabei aber dem 5:0 näher als die Gäste dem Ehrentreffer. Insgesamt gewinnen die Rothosen auch in der Höhe verdient gegen stellenweise überforderte Gäste, die ihre eigene Stärke aus dem Hinspiel nicht wieder abrufen konnten.

Am kommenden Freitag bestreiten die Rothosen um 18:30 ihr letztes Kreisligaspiel. Und was für eins! Die Elf von Coach Kemnitzer fährt nach Wüstenselbitz zum Derby gegen die „Herrschn“. Während der VfB die Saison sicher auf dem dritten Tabellenplatz beenden wird, erleben die Lokalrivalen eine eher gebrauchte Saison und stehen momentan auf Platz 11, was die Abstiegsrelegation zur Folge hätte. Diese könnten sie mit einem Sieg gegen den VfB vermeiden, wenn zeitgleich der FC Ort gegen den ATSV Münchberg-Schlegel gewinnt. Nicht nur deshalb werden die Hausherren motiviert bis in die Haarspitzen sein, was eine spannende Partie garantieren dürfte.

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Torlos in Tauperlitz!

BSC Tauperlitz – VfB Helmbrechts 0:0

Nach dem Heimsieg über Feilitzsch machten sich die Rothosen auf zum Tabellenvorletzten aus Tauperlitz. Während die Hausherren unbedingt einen Sieg benötigten, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben, ging es für den VfB um die endgültige Sicherung des dritten Tabellenplatzes.

Die Vorzeichen hätten also kaum gegensätzlicher sein können, trotzdem begann die Partie auf Augenhöhe. Die erste Torchance hatte Shtop mit einem Fernschuss aus circa 20 Metern, doch sein Abschluss verfehlte das Gehäuse, weil der Ball noch entscheidend abgefälscht wurde. Wenig wurde es wild im Sechzehner der Hausherren: Shtop passte auf Ünlütaskiran, dessen Schuss noch vom Heimkeeper gehalten wurde. Der Abpraller sprang zu Karakalpakis, der den Ball nicht richtig erwischte und über Umwege zu Langer, der zum Fallrückzieher ansetzte. Von dort kam das Spielgerät zurück zu Ünlütaskiran, dem fehlte jedoch eine halbe Schuhgröße, um den Ball über die Linie zu drücken.

Shtop sorgte mit dem ersten Abschluss der Partie für erste Spannungsmomente

Nach einem Eckball kam Ünlütaskiran aus dem Rückraum zum Abschluss, verzog jedoch deutlich. Das Spiel wurde nun langsam zu einer recht einseitigen Affäre, der VfB hatte vermehrt Chancen, scheiterte zumeist jedoch an der eigenen Ungenauigkeit. Die Hausherren machten es den VfB’lern aber auch schwer und waren bissig in den Zweikämpfen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Hausherren mit einem Fernschuss noch eine Möglichkeit, VfB-Keeper Hüttner fing das Leder aber ohne Probleme.

In der zweiten Hälfte setzte sich dieses Bild fort. Der VfB machte das Spiel und kam durchaus zu Tormöglichkeiten, wirklich zwingend waren dabei aber nur die wenigsten. Und auch der BSC war zwar bemüht, scheiterte aber am starken Hüttner. Insgesamt müssen sich die Rothosen an die eigene Nase fassen, warum man das Spiel nicht gewann.

Der Punktgewinn half den Gastgebern aber nicht. Damit müssen sich die Tauperlitzer schon jetzt als sicherer Vorletzter in die Kreisklasse verabschieden. Wir hoffen auf einen baldigen Wiederaufstieg! Für die Rothosen bedeutet der Punkt wiederrum, dass in den kommenden beiden Partien ein einziger Punktgewinn reicht, um die Saison als Tabellendritter zu beenden.

Und damit kommen wir schon zum kommenden Wochenende: Denn das letzte Heimspiel an der Frankenwaldsportstätte der Saison 2022/23 steht an! Am Samstag um 15 Uhr empfangen die Rothosen den FC Eintracht Münchberg II. Das Hinspiel ging an die Münchberger, die VfB’ler werden aber sicher alles reinhauen, um einen Heimsieg zu holen!

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Nächster Heimsieg für die Rothosen!

VfB Helmbrechts – ZV Feilitzsch 1:0

Nach dem umkämpften Derbysieg über den FC Frankenwald empfingen die Rothosen die Aufsteiger vom ZV Feilitzsch auf der Frankenwaldsportstätte. Doch der Sieg hatte einen hohen Preis: gleich mehrere Spieler gingen entweder angeschlagen oder gar nicht ins Spiel gegen den ZV. Für Karakalpakis, Weigold und Schuberth begannen auf VfB-Seite Saine, Schneeberger und Ott.

Trotzdem begann der VfB engagiert und übernahm den früh die Kontrolle über das Spiel. Ein erster Annäherungsversuch von Shtop aus der zweiten Reihen stellte aber kein Problem für den Gästekeeper dar. Schon gefährlicher war da ein eine schöne Kombination über das Dreieck Schneeberger – Fichtner – Langer. Schneeberger wurde dabei von Kapitän Shtop auf die Reise geschickt und Flankte auf den zweiten Pfosten. Fichtner legte das Leder per Kopf nochmal in die Mitte, wo Langer am höchsten stieg und ebenfalls per Kopf den Abschluss suchte. Sein Kopfball ging jedoch über den Querbalken.

Auf der anderen Seite musste sich Hüttner nach circa 10 Minuten kräftig strecken, als er einen direkten Freistoß hielt. Kurz darauf hieß es gleich zweimal fast 1:0, beide Male war Ünlütaskiran mitten im Geschehen. Zuerst schickte Akdag den quirligen Mittelfeldspieler mit einem langen Ball, wodurch Ünlütaskiran halbrechts aufs Tor der Gäste zulaufen konnte. Sein Abschluss verfehlte den linken Innenpfosten aber knapp.
Nur wenige Minuten später war es Fröhlich, der die gegnerische Abwehr überspielte und Ünlütaskiran war wieder auf und davon. Dieses Mal spielte er aber quer auf den mitgelaufenen Langer. Dieser schob frei zum umjubelten 1:0 ein, doch an der Seite ging die Fahne hoch. Abseits. Dank unserer Veocam können wir euch jedoch zeigen, dass es sich eher um ein reguläres Tor gehandelt hat:

Die Gäste waren auf der anderen Seite zwar ebenfalls immer bemüht, hatten aber aus dem Spiel heraus jedoch große Probleme, gefährlich zu werden. Doch kurz vor der Pause sollte sich beinahe der Chancenwucher der Rothosen rächen:
Nach einem Fehler im Aufbauspiel war ein ZV-Stürmer frei vor Keeper Hüttner, doch der blieb wieder einmal ein starker Rückhalt und bewahrte sein Team vor einem Rückstand. Allerdings blieb es gefährlich: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß ging es für die Rothosen zu schnell und der Feilitzscher Kapitän konnte ungehindert auf den zweiten Pfosten flanken. Dort wiederum war ein ZV-Spieler ganz allein und köpfte auf das Tor. Hüttner war noch in der anderen Ecke unterwegs und hätte keine Chance gehabt, den Ball abzufangen. Doch (aus VfB-Sicht) glücklicherweise traf der Ball nur das Lattenkreuz und nicht ins Tor. Kurz darauf war Halbzeit.

Im zweiten Durchgang wollten die Rothosen ihre optische Überlegenheit nutzen, die Großchancen der Gäste hatten offensichtlich wie ein Wachmacher gewirkt. Dazu kam mit Grimm für den angeschlagenen Ott eine frische Kraft in die Partie. Nur wenige Minuten nach der Pause flankte Shtop auf Saine, doch sein Kopfball ging knapp am Tor vorbei.

Nach circa 60 Minuten reagierte Coach Kemnitzer und stellte um: Grießhammer kam für Saine in die Partie und agierte fortan als Rechtsverteidiger, Wirth ging dafür in die Sturmspitze. Und das sollte sich lohnen!
Nur eine Zeigerumdrehungen stand es nämlich 1:0 für die Rothosen und der Torschütze war natürlich Wirth! Der umtriebige Ünlütaskiran hatte im Mittelfeld zu viel Platz und spielte einen überragenden Steilpass auf Wirth. Seine Bewacher hatten sich offensichtlich noch nicht auf dessen Geschwindigkeit eingestellt, als sie ihm nur hinterherlaufen konnten und mitansehen mussten, wie er den Ball am Torhüter vorbei einschob.

Auch mit der Führung im Rücken blieb der VfB spielbestimmend und hatte die ein oder andere Chance, das Spiel früh zu entscheiden: Ünlütaskiran spielte gleich mehrere Gegner schwindlig und legte zu Langer rüber, der seinerseits wieder seine Gegner vernaschte und mit links auf’s Tor schoss. Sein Abschluss verfehlte das Ziel denkbar knapp, sprang an den Außenpfosten und von da zurück ins Spiel.

Bis zum Abpfiff konnten die Rothosen jedoch kein weiteres Tor erzielen und auch die Gäste scheiterten zumeist am starken Hüttner. Damit gewinnen die VfB’ler auch ihr vorletztes Heimspiel und sichern sich vorerst den dritten Tabellenplatz. Am kommenden Sonntag geht es zum Auswärtsspiel nach Tauperlitz. Für die Gastgeber vom BSC geht es dabei um alles, brauchen sie doch jeden Punkt im Abstiegskampf. Doch die Rothosen sind gewarnt, nicht übermütig zu sein. Letzte Saison verlor man in Tauperlitz.

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Knapper Derbysieg in Grafengehaig!

FC Frankenwald – VfB Helmbrechts 0:1

Nach dem Unentschieden beim ATSV Münchberg-Schlegel hieß es ein weiteres Mal “Derby-Time” für die Rothosen in dieser Kreisligasaison. Mit dem FC Frankenwald stand ein besonders enges Duell an, schließlich trafen die drittplatzierten VfB’ler auf Frankenwälder, die auf dem vierten Tabellenplatz standen.

Das Spiel war von Anfang an vom Kampf um den Ball geprägt. Beide Mannschaften taten sich extrem schwer, den Ball über mehrere Stationen zu spielen, zumeist kam es zu Zweikämpfen im Mittelfeld, die auch nicht immer fair abliefen. Schiedsrichter Duman hatte eine Menge zu tun, alle paar Minuten gab es einen Freistoß. Trotzdem kamen die Rothosen etwas besser ins Spiel und hatten durch einen Fernschuss von Shtop eine erste Torchance, die jedoch kein Problem für den FC-Keeper war. Nur wenige Minuten später scheiterte Langer am Außenpfosten. Für die Hausherren kam auch nun auch noch Pech dazu: Noch in den ersten 20 Minuten musste man gleich doppelt verletzungsbedingt wechseln und nach einer guten halben Stunde sah Niklas Hagen nach wiederholtem Foulspiel die rote Karte. Seltsamerweise wurden die Hausherren in Unterzahl stärker. Der VfB schaltete in eine Art Verwaltungsmodus und wurde fahrlässig, die Gastgeber blieben konzentriert und bissig. Trotzdem sollte es bis zum Seitenwechsel keine größeren Torchancen mehr geben.

Der zweite Durchgang begann mit einem Aufreger: Nach einem langem Ball stürmte FC-Keeper aus dem Sechzehner und spielte den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand. Schiedsrichter Duman gab ihm jedoch nicht wie zunächste erwartet die rote, sondern nur die gelbe Karte, da keine klare Torchance der Helmbrechtser vorlag – eine vertretbare Entscheidung. Das Spiel blieb hart, die gelben Karten häuften sich nun langsam auf beiden Seiten. Beide Mannschaften wurden nun hauptsächlich über Standards gefährlich. Auf VfB-Seite hielt Hüttner alles, was es zu halten gab und auf der anderen Seite war Schuberth im Mittelpunkt: Nach einem Eckball von Ünlütaskiran entwischte der Innenverteidiger seinen Bewachern und drückte das Leder mit einem kraftvollen Kopfball zum umjubelten 0:1!

Die Gastgeber warfen nun alles nach vorne und forderten kurz vor Schluss vergeblich einen Foulelfmeter. Sekunden später ging FC-Spielertrainer Wirth zu hart gegen Shtop zu Werke, was eine Rudelbildung mit sich zog. Diese endete damit, dass sowohl Wirth als auch Schuberth das Spiel mit einer Zeitstrafe beendeten. Auf der anderen Seite machte sich der eingewechselte Schneeberger Sekunden vor dem Ende nach einem Konter auf, das 0:2 zu erzielen. Dabei umkurfte er gekonnt Keeper Gretz, blieb jedoch am letzten Verteidiger hängen. Wenig später Pfiff der Schiedsrichter ab.

Insgesamt gewinnen die Rothosen nicht unverdient, da sie den Frankenwäldern über 90 Minuten Stand halten konnten. Am kommenden Samstag ist dann wieder Heimspielzeit an der Frankenwaldsportstätte: Um 15 Uhr empfangen die Jungs von Trainer Kemnitzer die ZV Feilitzsch. Das Hispiel endete denkbar knapp mit 1:2 für den VfB durch ein Last-Minute-Tor von Manneh.

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Unentschieden am Eisteich!

ATSV Münchberg-Schlegel – VfB Helmbrechts 1:1

Nach der ernüchternden Heimniederlage im Nachholspiel gegen die Frösche stand für die Rothosen mit den Aufsteigern vom Eisteich eine nominell leichtere Aufgabe vor der Tür. Allerdings war von Anfang an klar, dass die Elf von Spielertrainer Frisch nicht zu unterschätzen ist und auch, dass VfB-Coach Kemnitzer auf einige Spieler verzichten musste, vereinfachte die Ausgangslage nicht. Müller vertrat im Tor erneut den erkrankten Hüttner. Naderer und Schuberth rutschten für Manneh und Karakalpakis in die Startelf.

Der ATSV wirkte von Beginn an wacher und aktiver als der recht träge VfB. Die Heimelf gewann in der Anfangsphase mehr Zweikämpfe und hatte auch mehr Ballbesitz. Gerade im Mittelfeld wirkten die Rothosen etwas unsortiert. Dazu kam, dass Langer in der Spitze recht verloren wirkte, da er kaum Zuspiele bekam. Dies sah auch Coach Kemnitzer so und stellte nach circa 20 Minuten um: Schuberth verließ seinen Posten in der Innenverteidigung und ging in‘s Sturmzentrum, während Langer auf die Außenbahn wechselte. Diese Umstellung tat dem VfB sichtlich gut und man war nun besser im Spiel. Das erste Tor der Partie sollten allerdings die Hausherren erzielen: Bei einem Eckball stand Peetz vollkommen ungedeckt an der Sechzehnerlinie, wurde angespielt und zog ab. Der Ball wurde abgefälscht und war somit für Keeper Müller nicht zu halten. 1:0 (30. Minute)!

Nach dem Rückstand hatte Langer nach einem langen Ball die vermutlich beste VfB-Chance im ersten Durchgang, doch ATSV-Keeper Zanirato entschärfte den Schuss. Fichtner kam nach einer Flanke von Wirth noch einmal per Kopf zum Abschluss, doch auch sein Kopfball war kein Problem für den Münchberger Schlussmann.

Anscheinend gab es in der Kabine einen ordentlichen Wachrüttler von Kemnitzer, denn im zweiten Durchgang waren die Rothosen weitaus aktiver. Quasi mit Wiederanpfiff gewannen die VfB’ler nun mehr Zweikämpfe, wirkten giftiger und gieriger. Nach einem Foul knapp 25 Meter vor dem ATSV-Gehäuse schnappte sich Freitag die Kugel, trat an und traf mit Hilfe des linken Innenpfostens zum Ausgleich (55. Minute)! Die Rothosen waren wieder im Spiel und wollten nun den Sieg. Shtop schickte Langer über die linke Seite auf die Reise und dieser tauchte vollkommen allein vor dem Münchberger Tor auf. Er machte sich schon zum Abschluss bereit, als plötzlich ein Pfiff ertönte. Abseits. Nur wenige Minuten später entwischte der quirlige Angreifer wieder seinen Bewachern legte sich jedoch den Ball einen Millimeter zu weit vor, sodass Zanirato das Leder einsammeln konnte, bevor Langer abschloss. Der VfB war nun aber deutlich im Chancenplus. Die beste Chance hatte Ünlütaskiran, der nach einem Solo den Torhüter ausspielte und auch die verbleibenden Abwehrspieler auf ihren Hosenboden schickte, doch dann durch einen unglücklichen Hubbel im Boden den Ball nicht richtig traf. Das hätte das 1:2 sein müssen! Kurz vor dem Abpfiff brachte der eingewechselte Grimm noch einmal Leben ins Spiel, als er nach einem starken Solo mit seinem Fernschuss aber deutlich verzog. Insgesamt müssen sich die Rothosen bei diesem Unentschieden an die eigene Nase fassen. In der ersten Halbzeit agierte man zu vorsichtig und in der zweiten Halbzeit zu nachlässig in der Chancenverwertung, um die drei Punkte vom Eisteich zu entführen.

Am kommenden Sonntag geht es dann auf zum nächsten Derby: Der FC Frankenwald empfängt den VfB! Gespielt wird um 15 Uhr in Grafengehaig. In diesen traditionell sehr engen Spielen werden die Rothosen alles raushauen müssen, um ihren ärgsten Verfolgern in der Tabelle Paroli bieten zu können.

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Deutliche Heimniederlage gegen den Tabellenführer

VfB Helmbrechts – SV 05 Froschbachtal 0:4

Nachdem die Rothosen mit zwei Siegen ins Punktspieljahr 2023 gestartet waren, wartete am vergangenen Dienstag die vermutlich schwerste Aufgabe der Saison auf sie. Obwohl das Spiel gegen die Tabellenführer aus dem Froschbachtal mehrfach verschoben werden musste und deshalb zur ungewohnten Anstoßzeit 18:15 stattfand, ein dichter Nebel kaum zuließ, dass man weiter als von der einen Seite des Spielfelds zur anderen sehen konnte und auch ohne Stammkeeper Hüttner, der krankheitsbedingt passen musste, war die Vorfreude beim VfB riesig. Lange hatte man darauf gewartet, sich mit dem Ligaprimus zu messen.

Die Partie begann jedoch mit einem wahren Ausrufezeichen der Gästemannschaft. Von der ersten Sekunde an hatten die „Frösche“ das Spiel im Griff, der VfB wurde sofort hinten reingedrückt. Noch bevor man sich versah, hatten die Gäste ihren ersten Eckstoß, da hatte der VfB noch kein einziges Mal den Ball über mehrere Stationen laufen lassen. Zwar bekam immer wieder ein VfB’ler Kopf oder Fuß dazwischen, wirklichen Ballbesitz konnte die Heimmannschaft allerdings nicht erwirken. Und dann zeigten die Gäste auch noch ihre Effektivität: Ein Eckball von Schuberth fand den Kopf von Angreifer Gebelein, der an VfB-Keeper Müller vorbei zum 1:0 traf (6. Minute). Die Rothosen ließen sich vom frühen Rückstand allerdings nicht einschüchtern und hielten nun immer stärker dagegen. Wurden in der Anfangsphase noch die allermeisten Zweikämpfe von den Gästen gewonnen, entstand nun immer mehr eine offene Partie. Allerdings blieben VfB-Torchancen weiterhin Mangelware. Die Hausherren spielten zwar nicht schlecht und kamen immer besser zurecht, doch der letzte Pass kam meistens nicht an. In Tornähe kam man meistens nur durch Standardsituationen wie Freistoße aus dem Halbfeld oder Eckbälle, die allerdings nichts einbrachten. Die Gäste waren da schon gefährlicher: Nach einem Klärungsversuch von Wirth im Mittelfeld kam der Ball zu einem durchgelaufenen Angreifer, der mit langen Schritten aufs VfB-Tor zulief und auf 2:0 erhöhen wollte. Doch Müller verkürzte geschickt den Winkel und parierte das drohende Gegentor mit einer starken Fußabwehr, nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal an diesem Fußballabend.

In dieser Phase konnte man die Partie trotzdem als ausgeglichen bezeichnen. Dann kam jedoch ein Bruch in die Partie: Manneh lies sich zu einem überharten Einsteigen seinem Gegenspieler gegenüber hinreißen und wurde vom Schiedsrichter mit einer Zeitstrafe belegt. Trotz temporärer Unterzahl ließen die Rothosen nicht locker und waren auf dem besten Weg, immerhin nur mit einem 0:1 in die Halbzeit zu gehen, wo man sich neu sortieren wollte. Doch dann passierte es: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld machten es die „Frösche“ schnell und der flinke Schuberth tauchte nach einem Dribbling über die linke Seite vor Müller auf. Dieses Mal war der VfB-Keeper machtlos, als der Ball aus spitzem Winkel hinter ihm einschlug (44. Minute). Aufgrund der Zeitstrafe von Manneh mussten die Rothosen auch die zweite Halbzeit in Unterzahl beginnen, allerdings waren nur noch wenige Zeigerumdrehungen abzusitzen. Deshalb blieb der VfB erst einmal defensiv und wollte verhindern, in Unterzahl noch ein drittes Tor zu kassieren. Dies gelang auch, als Manneh in der 48. Minute wieder den Rasen betreten durfte. In Gleichzahl sollte jetzt noch der Anschluss klappen, schließlich hatte man sich doch gut verkauft im ersten Durchgang. Doch leider kam es anders: Keine 5 Minuten später waren die Rothosen wieder zu zehnt, dieses Mal allerdings permanent. Manneh erwischte seinen Gegenspieler unglücklich im Zweikampf am Fuß, Schiedsrichter Mada verwies ihn mit Gelb-rot des Platzes. Damit war die Partie endgültig entschieden, die Rothosen mussten also insgesamt eine knappe Halbzeit in Unterzahl gegen den Tabellenführer bestreiten. Als Singer wenige Minuten später auf 0:3 erhöhte, war die Spannung gänzlich raus aus der Partie. Kurz vor Schluss erhöhte Spindler per Abpraller nach Freistoß noch auf 0:4.

Die Rothosen gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf und kämpften auch in Unterzahl um jeden Ball. Gegen die starken Tabellenführer stand die Heimniederlage jedoch spätestens nach dem Platzverweis quasi fest, auch bis dahin hatten die Jungs von Trainer Kemnitzer nur sehr wenige Chancen im Spiel nach vorne. Stärkster VfB’ler war zweifelsfrei Keeper Müller, der Hüttner einwandfrei vertrat und seine Mannen vor einer höheren Niederlage bewahrte. Am kommenden Samstag geht es für die Rothosen auswärts zum Derby gegen den ATSV Münchberg-Schlegel. Das Hinspiel konnte der VfB mit 3:0 gewinnen, der ATSV ist jedoch immer für eine Überraschung gut. Nach der Niederlage gegen den Tabellenführer müssen die Rothosen alles reinwerfen, um Platz 3 zu sichern.

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