Die Freude überwiegt nach einem schwierigen Doppelspieltag!

Die Freude überwiegt nach einem schwierigen Doppelspieltag!

Die Freude überwiegt nach einem schwierigen Doppelspieltag!

VfB – 1. FC Martinsreuth 0:1 und FC Frankenwald – VfB 1:3

Hinter den Rothosen liegt ein anstrengendes Wochenende. Mit dem 1. FC Martinsreuth und dem FC Frankenwald hatte man es innerhalb von nur wenigen Tagen mit dem Vorjahresvierten und dem Vizemeister der Saison 2019/21 zu tun. Von vornherein war klar, dass nur dann Punkte auf dem VfB-Konto landen, wenn man gegen diese beiden etablierten Kreisligatruppen alles gibt.

Niederlage in Unterzahl!

Doch gegen die Martinsreuther schien zunächst nichts zusammenzupassen. Zwar hatten die Gäste in der Anfangsphase kaum hochprozentige Torchancen, aber sehr wohl mehr Spielanteile als die Rothosen. Die Helmbrechtser wirkten fahrig, verloren viele Zweikämpfe im Mittelfeld und leisteten sich den ein oder anderen Fehler im Passspiel, wohingegen die Gäste sich durch eine klare Grundordnung und eine konzentrierte Herangehensweise Vorteile verschaffen konnten. Eine solche Unachtsamkeit führte auch zu einem Ballverlust im Aufbauspiel der Helmetzer, die Martinsreuther schalteten schnell um und schickten Stürmer Schwabe auf die Reise zum Tor von VfB-Keeper Edelmann. Kurz vor dem Sechzehner ging dann auch noch Cisse zu ungestüm in den Zweikampf und brachte Schwabe als letzter Mann zu Fall. Notbremse. Platzverweis in der 25. Minute für den VfB.

Nun mit einem Mann weniger hatten es die Rothosen noch schwieriger, gegen die sowieso schon sicheren Martinsreuther zu bestehen, allerdings kamen die Gäste gegen die umgebaute, aber gut funktionierende Verteidigung um Wirth, Scherer, Fröhlich und Fichtner zunächst nicht zu wirklich zwingenden Abschlüssen. Dies sollte sich jedoch wenig später schlagartig ändern: Bei einer Ecke war Abwehr-Routinier Hick auf einmal völlig frei und köpfte zur Führung für die Gäste ein. Nach der Führung gingen die Gäste ein wenig vom Gas und konzentrierten sich aufs Verteidigen, der VfB kam mit nur zehn Mann nicht durch. So geschah wenig bis zum Halbzeitpfiff.

In der zweiten Halbzeit begann der VfB wesentlich besser. Auch wenn aufgrund der Unterzahl kein großer Ansturm der Rothosen folgte, waren vor allem Manneh, Langer und Ünlütaskiran stets Unruheherde und versuchten vornehmlich durch Dribblings, vor das Tor der Gäste zu kommen. Auf diese Weise sprangen vor allem Standardisationen in Form von Eckbällen und Freistößen heraus. Eine solche Ecke führte fast zum Ausgleich, doch der aufgerückte Fröhlich brachte das Spielgerät nicht im Gästetor unter. Der VfB kämpfte immer weiter und hatte im zweiten Durchgang trotz Unterzahl sogar mehr Torchancen als die Gäste. Die beste Chance dabei hatte Langer kurz vor Schluss, doch sein Schuss aus spitzem Winkel ging über das Tor. So blieb es am Ende beim nicht unverdienten Auswärtssieg für Martinsreuth, doch auch die Rothosen hatten Gelegenheiten, mindestens einen Punkt an der Frankenwaldsportstätte zu behalten.

Derbysieg zur Kärwa in Gösmes!

Zwei Tage nach dieser Niederlage ging es auf zum Derby. In Gösmes wartete der FC Frankenwald. Die Frankenwälder hatten schwierige Wochen hinter sich und entließen nur wenige Tage vor dem Spiel gegen den VfB ihren Spielertrainer Fabian „Alu“ Rauh. Trotzdem waren die FC’ler in der Vorsaison auf dem zweiten Platz gelandet und durften auf keinen Fall unterschätzt werden. Im Vergleich zum vorherigen Spiel begann der VfB viel wacher, war wesentlich präsenter und zeigte eine viel bessere Körpersprache als zuvor. Schon nach wenigen Minuten kam Langer zu einer 100-prozentigen Möglichkeit, als er einen schwachen Rückpass der FC-Verteidigung abfing und allein vor Torhüter Friedrich auftauchte. Doch dieser behielt im eins-gegen-eins die Oberhand. Nur wenige Minuten später wäre fast auf der anderen Seite das Tor gefallen, nachdem Edelmann sich bei einem eigentlich harmlosen Ball verschätzte und der Ball vor den Füßen eines FC-Stürmers landete – während Edelmann nicht im Tor war. Doch auch diese Chance blieb ungenutzt. Den Zuschauern bot sich eine flotte Partie mit Torgelegenheiten im Minutentakt. Und ausgerechnet eine der wohl ungefährlichsten Aktionen führte zur verdienten 0:1 Führung für den VfB: Nach einer Ecke lenkte Manneh den Ball ganz kurz vor Torhüter Friedrich noch leicht mit dem Kopf ab, der dadurch ins Straucheln kam und den Ball über die Torlinie fallen ließ. Kurz danach hätte Manneh auf 0:2 erhöhen können, doch sein Schuss aus 10 Metern Torentfernung ging über das Gehäuse. Auf der anderen Seite wurde es jedoch auch immer gefährlich, sobald die FC-Offensive um Krumpholz, Jahrsdörfer und M. Angles in Tornähe kamen, doch vor allem Scherer und Fröhlich konnten die allermeisten brenzligen Situationen entschärfen. So ging es mit einem 0:1 in die Halbzeit.

Im zweiten Durchgang kamen die Hausherren ein wenig besser ins Spiel und drückten auf den Ausgleich, doch der VfB hielt auch gut dagegen. In der 58. Minute konnte der FC jedoch erstmals die VfB-Abwehr komplett durchbrechen, als S. Wirth frei vor Edelmann auftauchte und humorlos zum 1:1 einschoss. Die Rothosen reklamierten eine angebliche Abseitsposition von Wirth, doch das Schiedsrichtergespann sah die Sache anders und ließ den Treffer zählen. Nun begann die wohl stärkste Phase für die Hausherren. Hatte der VfB noch in der ersten Halbzeit ein klares Chancenplus, war es nun der FC, der regelmäßig aufs Tor schoss. Und genau in dieser Phase schlug der VfB zu: Der FC war inzwischen weit aufgerückt, nach einem langen Ball schüttelte Manneh seine Verfolger ab und war nun allein vor Friedrich. Und dieses Mal sollte Friedrich nicht der Sieger im eins-gegen-eins bleiben, Manneh schob zum 1:2 ein! Mit der erneuten Führung wurde der VfB nun auch immer sicherer, aber die Partie auch immer hitziger. Es kam immer wieder zu kleineren und größeren Fouls, die aber auch ein bisschen zu einem Derby dazugehören. In der Nachspielzeit machte dann Joker Jallow alles klar: Ünlütaskiran verlängerte einen langen Ball mit dem Kopf auf Langer, der nahm Fahrt auf und passte zum mitgelaufenen Jallow. Eigentlich hätte der Neuzugang noch ein paar Meter gehen können, doch er entschied sich für einen Schuss aus knappen 20 Metern – und drosch den Ball in den Winkel!

Insgesamt überwiegt beim VfB nach diesem harten Wochenende die Freude über den Derbysieg, auch wenn im Freitagabendspiel mehr drin hätte sein können. Am nächsten Samstag empfängt der VfB um 14 Uhr die SG ATS Hof West / ESV Hof. Obwohl die Hofer Spielgemeinschaft momentan mit zwei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, darf man sie auf keinen Fall unterschätzen!

vfb98

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