Scherer führt die „Zweite“ zum Sieg im Kärwaspiel!

Scherer führt die „Zweite“ zum Sieg im Kärwaspiel!

SG Meierhof-Sorg – Schwarzenstein – SG TVK II / VfB II 1:5

Nach einer fulminanten Kärwa macht der schlaksige Mittelfeldspieler genau da weiter, wo er am Samstagabend aufgehört hatte und sonst nur die DJ Freezer und DJ Tervo beim VfB brillieren: Er legt mächtig einen auf.

Doch alles der Reihe nach. Eigentlich hätte am Samstagnachmittag die erste Mannschaft der Rothosen gegen den FCR Geroldsgrün gespielt. Doch wie so oft im Jahr 2020 zeigte sich COVID als unüberwindbarer Gegenspieler, das Heimspiel musste verschoben werden. Aus Frust (und in manchen Fällen wohl auch Freude) über den freien Nachmittag wurde die anschließende Kärwa trotzdem würdig begangen. Da jedoch die erste Mannschaft der „Kroha“ am Sonntag zeitgleich mit der SG TVK / VfB spielen musste, verstärkten Scherer, Schneeberger, Mehrad, Shtop und Grießhammer den Kader der zweiten Mannschaft. Gegen die Tabellenzweiten aus Meierhof hatte die Reserve im Hinspiel richtig alt ausgesehen und mit 6:0 verloren. Das sollte dieses Mal nicht passieren.

Die Partie begann ohne großes Abtasten, schon nach wenigen Minuten kam die SG in Person von Weigold zu einem guten Abschluss. Ein Tor sollte ihm aber vorerst nicht vergönnt sein, da er zu unplatziert schoss. Trotzdem hatte die Fusion aus „Kroha“ und „Rothosen“ sofort die Kontrolle über die Partie erlangt und spielten munter nach vorne. Aber auch die Gäste kamen durch ihre starken Offensivspieler zu vereinzelten Abschlüssen. Das erste Tor des Spiels kam aber doch für alle auf dem Feld überraschend: Ein Freistoß von Heimmannschaftskapitän Rank segelte über den schlecht stehenden SG-Torwart Leupold zum 1:0 (16. Minute). Ob es sich dabei wirklich um einen Schuss oder doch eine verunglückte Flanke handelte, bleibt offen. Die Gäste ließen sich aber davon nicht beirren und kamen zu weiteren Torchancen. Die bis dahin beste Torgelegenheit vergab Schneeberger, als er eine Hereingabe von Scherer nicht zum Ausgleich verwerten konnte. Inzwischen waren auch Mehrad und Shtop eingewechselt worden, die aufgrund von Nahrungsaufnahme-Verpflichtungen erst später zum Kader dazustießen. Gleich nach seiner Einwechslung zirkelte Shtop einen Freistoß in die Richtung von Weigolds Kopf, der aber am Leder vorbeiköpfte (wahrscheinlich hatte er mehrere Bälle auf sich zukommen sehen). Kurz vor der Pause sollte Weigold aber dann endlich zu seinem Tor kommen, auch wenn er dafür einen Elfmeter brauchte: Nach einem Einwurf von Grießhammer drang Scherer in den Strafraum der Heimelf ein und wurde dort gefällt. Den folgenden Strafstoß schoss Weigold humorlos in die Mitte, der spekulierende Torhüter flog vergeblich. Bis zur Halbzeit sollte nichts nennenswertes mehr passieren.

Im zweiten Durchgang trat die Gästemannschaft noch stärker auf. Nur wenige Minuten nach der Pause traf Spielertrainer Ezer nach einer Ecke zur 1:2 Führung, weil man ihn sträflich allein gelassen hatte. Die Gäste hatten Blut geleckt und waren dabei so siegessicher, dass sie sogar dem notorischen „Nicht-Knipser“ Grießhammer einen direkten Freistoß überließen. Diesen verwandelte er aber nicht. Das 1:3 legte Özdemir nur 4 Minuten später nach, hier legte Scherer in seiner typischen „ich-tanke-mich-auf-dem-Flügel-durch-und-lege-den-Ball-in-die-Mitte“-Art vor. Auch das 1:4 legte der zweite Vorstand des VfBs auf: Wieder war es Grießhammer, der Scherer in Szene setzte, diesmal mit einem schnell ausgeführten Freistoß. Scherer (ihr habt’s erraten) setzte sich auf dem Flügel durch und passte zu Guttman, der dem Heimtorwart aus wenigen Metern Torentfernung keine Chance ließ. Das 1:5? Scherer, Flügel, Pass in die Mitte, Özdemir schießt zum Endstand ein. Zu diesem Zeitpunkt war die SG bemerkenswerterweise in Unterzahl. Grießhammer wurde von Meierhofs Bestem derart getunnelt, dass er im Boden versank und seitdem nicht mehr gesehen wurde.

Insgesamt gewinnt die SG TVK II / VfB II zurecht mit 1:5 gegen die Hausherren aus Meierhof. Wie es in den nächsten Wochen im regionalen Fußball weitergeht, vermögen wir an dieser Stelle nicht einzuschätzen, wir werden Euch aber pünktlich zum nächsten Wochenende informieren.

Aufstellung SG TVK II / VfB II: Leupold, Rimaz (37. Shtop), Grießhammer, Ezer, Sujak, Bernhardt (C), Schneeberger (62. Frieß), Weigold, Guttman (25., Mehrad), Scherer, Özdemir

Tore: 1:0 Rank (16.), 1:1 Weigold (39., FE), 1:2 Ezer (53.), 1:3 Özdemir (57.), 1:4 Guttman (76.), 1:5 Özdemir (87.)

Die Rothosen halten den ATS auf Abstand!

Die Rothosen halten den ATS auf Abstand!

VfB Helmbrechts – ATS Selbitz 3:1

Im Topspiel zwischen dem Tabellenzweiten und -dritten der Kreisklasse Frankenwald ging es schon am 22. Spieltag um eine kleine Vorentscheidung um den Aufstiegsrelegationsplatz. Schließlich würden die Selbitzer mit einem Auswärtssieg auf vier Punkte an den VfB rankommen, andererseits würden die Rothosen bei einem Heimsieg ganze zehn Punkte Vorsprung haben. Die oft bemühte Fußball-Phrase des „Sechspunktespiels“ sparen wir uns an dieser Stelle.

Die Partie begann munter und ohne Abtasten. Schon in der ersten Aktion des Spiels schlug Gäste-Spielertrainer Richter einen langen Ball auf seine durchstartenden Angreifer, der aber von Wirth abgewehrt wurde. Trotzdem wurde schnell deutlich: Hier spielt niemand auf ein Unentschieden. Auch auf der anderen Seite legte der VfB sofort los, brauchte aber eine Standardsituation dafür: In der vierten Minute legte sich Ünlütaskiran den Ball zum Freistoß aus guten 20 Metern Torentfernung zurecht und schlenzte das Spielgerät mit links über die Mauer. Aushilfstorwart Fraaß, der den verletzten Russo vertrat, streckte sich vergeblich, als der Schuss zum Jubel der Heimfans zum 1:0 direkt neben dem Pfosten einschlug. Mit dem Führungstor übernahmen die Rothosen jetzt auch die Kontrolle über die Partie. Die Selbitzer Angriffe wurden immer weniger, einzig Toptorjäger F. Hohberger versprühte Torgefahr. Seine Mannschaftskollegen waren zu sehr mit verteidigen beschäftigt, der VfB erhöhte gefühlt minütlich den Druck. Nach einem tollen Doppelpass mit Scherer drang Wirth von rechts in den Strafraum der Gäste ein und hielt einfach mal drauf. Sein Abschluss war jedoch kein großes Problem für Fraaß. Dieser Satz sollte noch öfter fallen. Denn die Rothosen zeigten wieder einmal dasselbe Bild wie auch schon in den letzten Spielen. Zweikampfführung, Passspiel, Wille – all die von Trainer Wind geforderten Tugenden setzten die Helmetzer um. Doch im Torabschluss scheiterten sie immer wieder an Fraaß, oder an sich selbst. So schafften es in der ersten Halbzeit weder Ünlütaskiran im eins-gegen-eins, noch Schneeberger mit einem satten Linksschuss, noch Shtop mit einer hochkarätigen Doppelchance, auf 2:0 zu erhöhen. Stattdessen landete der Ball sogar im Tor des weitgehend ungeforderten VfB-Keepers Edelmann, als ein Selbitzer Angreifer nach einer Freistoßflanke einschoss. Schiedsrichter Kasper entschied aber zurecht auf Stürmerfoul, schließlich war Edelmann im eigenen Fünfmeterraum in der Situation zuvor behindert worden.

Im zweiten Durchgang kam auf VfB-Seiten Cisse für D. Horn, ein weiteres Zeichen von Coach Wind dafür, dass man sich nicht auf der Führung ausruhen wolle. Allerdings könnte man an dieser Stelle den Text von weiter oben erneut einfügen. Der VfB ging zuweilen verschwenderisch mit seinen Torchancen um, das 2:0 war eigentlich überfällig. Und so kam es, wie eine weitere Fußballphrase so schön sagt: „Wer die Chancen vorne nicht nutzt, bekommt sie hinten rein.“ Nach einem Foul von Manneh an Ex-VfB’ler T. Wehder wurde der Ball in den Strafraum von Edelmann geschlagen. Und F. Hohberger tat das, was er bereits 25 Mal zuvor in dieser Saison getan hatte: Er traf. Doch auch der Ausgleich schockte die Rothosen nicht, die eine starke Reaktion auf das Gegentor zeigten und weiter nach vorne spielten. Zudem brachten die eingewechselten Kreß, Bicak und Weigold noch einmal frischen Wind ins Angriffsspiel, Weigold traf allerdings nur den Pfosten. So war es zehn Minuten später wieder einmal Scherer, der sich als Selbitz-Schreck entpuppte und mit dem Glück des Tüchtigen zur 2:1 Führung einschoss. Die wohl beste Chance auf das 3:1 vergab der VfB direkt im Anschluss: Cisse erkämpfte von einem Innenverteidiger den Ball und spurtete auf Fraaß zu. Kurz vorm Gästekeeper spielte Cisse dann auf den mitgelaufenen Bicak ab, der eigentlich nur noch einschieben brauchte. Doch im letzten Moment konnte ein Verteidiger den Ball klären, der Pass war einfach zu schwach gespielt. Mit der letzten Aktion des Spiels machte es Cisse aber dann besser. Wieder war er allein auf Fraaß zugestürmt, aber dieses Mal umkurvte er den Torwart und erhöhte mit einem Schuss ins leere Tor auf 3:1 für den VfB. Mit seinem Torjubel beendete Schiedsrichter Kasper die Partie.

Aufstellung VfB: Edelmann, Fichtner, Fröhlich, Simsek, Wirth, Manneh (67. Weigold), Shtop (C), Scherer, Ünlütaskiran (80. Bicak), Schneeberger (73. Kreß), D. Horn (46. Cisse)

Tore: 1:0 Ünlütaskiran (4.), 1:1 F. Hohberger (66.), 2:1 Scherer (77.) 3:1 Cisse (90.+3)

Insgesamt ein verdienter, aber alles andere als ungefährdeter Sieg für den VfB. Die Gäste hatten zwar weniger Chancen, bewiesen aber immer wieder, dass sie nicht zu Unrecht auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Am kommenden Wochenende empfangen die Helmetzer den FCR Geroldsgrün zum Kärwaspiel. Gleichzeitig ist es das letzte Saisonspiel in diesem Kalenderjahr für den VfB. Die Geroldsgrüner spielten zuletzt 0:0 gegen die SG Froschbachtal II / Bad Steben I und stehen auf dem 9. Tabellenplatz. Das Hinspiel endete 3:1 für den VfB.

Langer schießt die Rothosen zum Sieg!

Langer schießt die Rothosen zum Sieg!

1.FC Martinsreuth II – VfB Helmbrechts 0:1

Nach dem Heimsieg gegen den TSV Köditz stand der VfB vor einer schwierigen Aufgabe: Zwar war die Kreisligareserve aus Martinsreuth „nur“ im Tabellenmittelfeld angesiedelt, war aber im Jahr 2020 noch unbesiegt und konnte in der Vorwoche den favorisierten ATS Selbitz mit 1:3 schlagen. Trainer Wind und seine Mannen mussten also auf der Hut sein, um nicht ebenfalls Punkte an die jungen Martinsreuther abzugeben.

Auf dem Nebenplatz des 1.FCM (der Hauptplatz war als unbespielbar deklariert worden) brauchten beide Mannschaften eine gewisse Anlaufzeit, bis sich erste klare Torchancen ergaben. Allgemein gestaltete sich der erste Durchgang als außerordentlich chancenarm, die beiden Teams neutralisierten sich zum Großteil im Mittelfeld. Der erste größere Aufreger der Partie kam, als Ünlütaskiran im gegnerischen Strafraum von den Beinen geholt wurde, der Kontakt für Schiedsrichter Skiba aber nicht zum Elfmeterpfiff gereichte. Auf der Gegenseite wurden die Hausherren beinahe ausschließlich über Eckbälle gefährlich, ansonsten stand die VfB-Defensive zu gut und hielt den Laden hinten dicht. So trudelte die erste Hälfte ihrem Ende entgegen, ohne dass es große Aufreger gab.

Im zweiten Durchgang nahm das Spiel jedoch deutlich mehr Fahrt auf. Der VfB suchte nun vermehrt den Abschluss und traute sich auch mal einen Schuss aus der zweiten Reihe zu. So zog Langer nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel ab und schoss das Leder zwar nicht allzu platziert, aber mit ordentlich Wumms auf den Kasten der Hausherren. Keeper Seifert konnte den Ball noch an die Latte lenken. Dieser laute Knall hatte sowohl für die Zuschauer, als auch die Spieler eine aufweckende Wirkung. Die Zweikämpfe wurden nun auf beiden Seiten konsequenter geführt und beide Mannschaften hatten offensichtlich gemerkt, dass man dieses Spiel nicht mit wunderschönen Passkombinationen gewinnen würde, sondern durch Willen. Zudem häuften sich nun die Chancen. So hielt Seifert einen direkten Freistoß von Shtop, ebenso wie einen Kopfball von Manneh nach einer Ecke. In der 62. Minute kam es dann zum bislang größten Aufreger des Spiels: Torhüter Edelmann fing den Ball nach einer verunglückten Flanke ab, wurde dann jedoch von einem Gegenspieler gestört und ließ ihn fallen, wodurch die Gäste nochmal zum Torabschluss kamen. Verteidiger Simsek warf sich in den ersten Nachschuss, abermals rollte der Ball zu einem einschussbereiten Stürmer. Dieser war sich aber wohl seiner Sache zu sicher und jagte den Ball aus wenigen Metern über das leere Tor. Die Beschwerde über das angebliche Stürmerfoul brachte Edelmann zwar eine gelbe Karte, aber immerhin kein Gegentor ein. Der VfB rannte weiter an, versuchte vor allem durch schnelles Umschaltspiel zum Torerfolg zu kommen. Bei einem solchen Konterversuch wurde Langer knapp 25 Meter vorm Tor der Heimelf nahe der Seitenauslinie gefoult. Beim fälligen Freistoß lief er selbst an und zimmerte das Leder mit einem wunderschönen Schuss in den Winkel. Ein absolutes Traumtor, der Keeper der Martinsreuther konnte dem Einschlag nur hinterherschauen. Mit dem Tor kam auch mehr Sicherheit ins Spiel der Rothosen, die Gäste kamen kaum noch zu Chancen. Bis zum Ende hatten mehrere VfB’ler die Chance mit einem 2:0 den Sack zuzumachen. So kamen noch Langer, Scherer, Shtop und Ünlütaskiran, der zudem bei einer Kopfballchance bewies, dass er sich doch besser mit Shishaköpfen als mit Kopfballtoren auskennt, zu aussichtsreichen Torchancen. Deshalb mussten die Rothosen trotz Chancenplus bis zum Ende ein wenig zittern, ob die Hausherren nicht doch noch ein Tor erzielen würden. Doch auch dank der Einwechslung des emsigen D. Horns konnte der Auswärtssieg gesichert werden.

Aufstellung VfB: Edelmann, Fichtner, Simsek, Manneh, Wirth, Cisse, Scherer, Shtop (C), Schneeberger (89. Horn), Ünlütaskiran, Langer

Tor VfB: Langer (72.)

Nächste Woche empfängt der VfB den ATS Selbitz zum Spitzenspiel. Im Duell der zweitplatzierten Helmetzern (53 Punkte) mit den drittplatzierten Selbitzern (46 Punkte) geht es für die Gäste darum, den Anschluss an die Tabellenspitze zu wahren. Die Heimelf will den Vorsprung natürlich auf 10 Punkte ausbauen. Die Duelle zwischen dem VfB und dem ATS haben sich in den letzten Jahren zudem meistens als Spektakel herausgestellt. So gab es unter anderem vor 2 Jahren ein 6:6, das Hinspiel in dieser Saison endete mit 2:2.

Das Spiel, das am Samstag, dem 17.10. um 15 Uhr stattfindet, verspricht auf jeden Fall eine Menge Spannung.

Die Rothosen gewinnen zuhause gegen Köditz!

Die Rothosen gewinnen zuhause gegen Köditz!

VfB Helmbrechts – TSV Köditz 4:1

Nach zwei Unentschieden in Folge wollten die Helmbrechtser im ersten Heimspiel des Jahres 2020 unbedingt einen Sieg erringen, gingen zudem als haushoher Favorit in die Partie, schließlich hatte man das Hinspiel noch mit 13:0 gewonnen.

Die Gäste, die sich seitdem personell deutlich verstärkt hatten, begannen jedoch forsch und kamen schon nach wenigen Minuten zu ihrer ersten Torchance durch Stürmer Ogarek. Das erste Tor der Partie sollte nur wenig später fallen, jedoch auf der anderen Seite des Platzes: Nach einem strammen Schuss von Langer konnte der Gästetorhüter den Ball nicht festhalten, Kapitän Shtop staubte mit rechts zur 1:0 Führung ab. Die Rothosen übernahmen immer mehr die Kontrolle über die Partie, das folgerichtige 2:0 fiel nach circa einer Viertelstunde Spielzeit. Wieder konnte der Gästehüter den Ball nach einem Schuss nicht vollends klären, nach ein wenig Tumult im Strafraum war es dann ausgerechnet Schneeberger, der den Ball aus wenigen Zentimetern Torentfernung mit dem Kopf über die Linie drückte. Ob er dabei die Augen geschlossen hatte oder nicht, blieb bis jetzt ungeklärt. Die Gäste kamen von nun an nur noch über die Achse Golabek, Dragomir und Ogarek zu vereinzelten Vorstößen, ansonsten beschränkten sie sich aufs Verteidigen. Dadurch ergab sich zwar ein hoher Ballbesitzanteil für den VfB, aber nur wenige wirklich zwingende Torchancen. Die beste Chance im ersten Durchgang nutzte Langer. Eine Flanke von Fichtner wurde dabei von einem Köditzer Verteidiger noch einmal in Richtung Tor befördert, als die Situation eigentlich schon geklärt schien. Langer schaltete am schnellsten und schob zum 3:0 ein. Bis zur Halbzeit passierte kaum noch etwas.

Im zweiten Durchgang wiederholte sich das Bild aus der ersten Hälfte. Die Helmetzer waren spielbestimmend, die TSV’ler wollten eine erneute Blamage unbedingt verhindern. So plätscherte das Spiel mit nur wenigen Highlights vor sich hin. Teilweise wurde auf VfB-Seiten regelrecht Chancenwucher betrieben, zum Beispiel als Ünlütaskiran den Ball nach einer Ecke aus nur 2 Metern Torentfernung beinahe zehn Meter über das Tor jagte. Oder in Form von Kapitän Shtop, der alleine fast so oft aufs Tor schoss, wie die ganze Köditzer Mannschaft. Das Ehrentor für die Köditzer reihte sich nahtlos in diesen nicht gerade hochklassigen Samstagskick ein: Edelmann konnte zwar in einem eins-gegen-eins mit Ogarek den Ball parieren, doch anstatt, dass er ins Aus trudelte, blieb das Spielgerät auf der Torauslinie liegen. Von dort schoss Ogarek aufs Tor, Fröhlich versuchte noch zu klären, lenkte den Ball aber lediglich an den eigenen Innenpfosten und von dort ins Tor. Mit der letzten Chance des Spiels erzielte Scherer den Endstand von 4:1. Insgesamt ein verdienter Sieg für die Rothosen gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste. Trotzdem muss gegen stärkere Gegner eine Leistungssteigerung her, um die Saisonziele zu erreichen.

Aufstellung VfB: Edelmann, Fichtner (29. Simsek), Fröhlich, Grießhammer (34. Kreß), Wirth (88. Rimaz), Manneh, Scherer, Shtop (C.), Schneeberger, Ünlütaskiran (81. Bächer), Langer

Tore: 1:0 Shtop (7.), 2:0 Schneeberger (12.), 3:0 Langer (29.), 3:1 Fröhlich (80., Eigentor), 4:1 Scherer (90.)

Am nächsten Sonntag, dem 11.10 gastieren die Rothosen um 15 Uhr beim 1.FC Martinsreuth II. Die Martinsreuther präsentieren sich zuletzt in starker Form und gewannen gegen den Tabellendritten ATS Selbitz mit 3:1.

Die Zweite gewinnt das Derby deutlich!

Die Zweite gewinnt das Derby deutlich!

SG TVK / VfB II – FC Ort / Oberweißenbach II 3:0

September. 12 Uhr 30. Regnerisches Wetter. Gefühlte 2 Grad Celsius. A-Klasse Flex. Wer hat denn da Bock auf ein Fußballspiel? Draußen!

Die Antwort: Offensichtlich die Jungs der SG TVK / VfB II!

Beim Debüt von Neutrainer Ali Ezer kam es gleich zum Derby gegen den FC Ort / Oberweißenbach II. Im Neun gegen Neun duellierten sich die Stadtrivalen, für die SG war es das erste Pflichtspiel seit der Coronapause, der FC hatte in der Vorwoche bereits 5:3 gewonnen.

Doch den besseren Start erwischte die SG: Im klassischen 3-4-1 agierend war den Jungs von Trainer Ezer kein Weg zu weit, um vors Tor von Gästetorhüter Kießling zu kommen. Die erste Großchance des Spiels hatten auch die Hausherren: Nach einem langen Ball von hinten setzte sich Stürmer Dietzel an der Mittellinie gegen die weit aufgerückte FC-Defensive durch und machte sich auf den Weg zum Derbytreffer! Dazu musste er jedoch die komplette gegnerische Spielhälfte im Vollsprint mit dem Ball überqueren, die keuchenden FC-Verteidiger um Bodybuilder Bernd Goller im Nacken. Dietzel nahm diese Reise auf sich wie Frodo in “Der Herr der Ringe”, kurz vorm Tor der Gäste versagten ihm aber die Kräfte, sein Schuss war schlicht zu ungenau, um das Tor zu treffen. Trotzdem ein Ausrufeszeichen für die Ambitionen der rothosentragenden Kroha in diesem Spiel.

Nur wenig Später gelang es dann: Offensichtlich hatte sich Dimitri Horn an seinem Cousin Gigi ein Vorbild genommen. Ganz wie der Schlosser, Stadtrat und Kreisligastürmer behauptete Dimitri den Ball im gegnerischen Sechzehner und wuchtete das Ding aus wenigen Metern in die Maschen. 1:0 durch Energieleistung. Das 2:0 durch Turbodribbler Weigold fiel nur kurz danach. Der Autor dieses Textes sah es jedoch nicht, da er zu diesem Zeitpunkt ein Bier aus dem Kühlschrank holte. Auf eine Wiederholung wollte sich dann die Stadionregie nicht einlassen.

In der Halbzeit kam Guttmann für Fraas, der leider kaum beschreibenswerte Aktionen hatte. Guttmann fügte sich gut (tmann) in die Mannschaft ein. Wenige Minuten nach der Halbzeit war jedoch ein anderer SG-Aktuer im Mittelpunkt: Sal Cisse, der als Libero aufgestellt war, überquerte mal eben schnell das halbe Spielfeld und flankte punktgenau zu Julian “Linksfußbächer” Bächer. Zur Empörung aller schub Bächer den Ball mit dem rechten Fuß ins Gästetor, 3:0!

Doch dann kam Guttmanns große Stunde! Der eingewechselte Lauterbach schickte Weigold lang, dieser wollte offensichtlich eine Torbeteiligung erzielen, die der Autor dieses Textes auch zu sehen bekam und flankte perfekt zum mitgeloffenen Guttmann. Der schoss FC-Verteidiger Wauer an, von dem der Ball ins Tor trudelte. 4:0! Oder?! Unverständlicherweise entschied der Schiedsrichter auf Abseits. Unmöglich, da Weigold den Ball nach hinten gespielt hatte. Ab diesem Zeitpunkt sollten keine Tore mehr fallen. Die Gründe dafür waren Vielfältig. Zum einen war Guttmann nur noch mit Lamentieren beschäftigt, zum anderen waren viele Spieler einfach müde. Und nicht zu vergessen: Mit Ex-VfB’ler Patrick Müller (weder der Sohn von Ex-Kassier Lothar, noch von Ex-Jugendtrainer Maik) wechselte der FC einen derart impossanten Spielgestalter ein, dass die SG ein wenig eingeschüchtert war.

Das nächste, sicher beschreibungswerte Spiel der SG findet am 04.10 um 12 Uhr in Geroldsreuth statt. Gespielt wird dann wieder im 9 gegen 9.

Der VfB verliert sein letztes Testspiel vor dem Re-Start

Der VfB verliert sein letztes Testspiel vor dem Re-Start

VfB Helmbrechts – 1.FC Waldstein 2:3

Die Rothosen müssen sich den Kreisligisten vom 1. FC Waldstein geschlagen geben und verlieren ihr erstes Spiel im Jahr 2020.

Vor der Wiederaufnahme des Ligabetriebs am nächsten Wochenende machte Trainer Wind sein Team auf das Spiel gegen die Granitler so richtig heiß. Schließlich standen die Gäste auf einem überragenden zweiten Tabellenplatz in der Kreisliga mit Blick in Richtung Bezirksliga. Und genau mit solchen Gegnern müssen sich die Rothosen in Zukunft messen, falls ihnen wirklich ein Aufstieg gelingen sollte.

Doch die Anpassung an die hohe Qualität der Gäste sollte den VfB’lern zunächst nur schwer gelingen. Die Granitler standen hinten sicher und zwangen die Rothosen damit zu riskanten Pässen im Spiel nach vorne. Wurde dann der Ball einmal gewonnen ging es rasend schnell aufs Tor von Torhüter Edelmann zu. Diese Ausgangslage brachte die Elf von Trainer Wind in der Frühphase der Partie in die Bredouille. Allzu oft passierten den Helmbrechtsern Abspielfehler im Aufbauspiel, die dann wiederum zu Torchancen für die Gäste führten. Sogar dem sonst so ballsicheren Shtop passierte ein solcher Lapsus an der Mittellinie, danach sprintete er den entwischten Angreifern aber mit aller Entschlossenheit nach und verhinderte mit einer tollen Grätsche einen Gegentreffer. Diese Aktion zeigte sich symptomatisch für die ersten 20 Minuten der Partie. Zwar kamen die Gäste immer wieder zu derartigen Chancen, im letzten Moment brachte immer ein Verteidiger noch den Fuß dazwischen oder Edelmann parierte glänzend. Offensivaktionen der Helmbrechtser gab es allerdings nur wenige in dieser Phase. Die Offensivkräfte Cisse, Ünlütaskiran und Langer kamen kaum in gefährliche Torschusspositionen, wenn dann mussten sie aus der zweiten Reihe abschließen. Wirklich zwingendes kam dabei jedoch nicht raus.

Umso überraschender war es, dass der VfB tatsächlich in Führung ging: der mittlerweile wieder souverän agierende Kapitän Shtop passte auf Scherer, der wiederum auf seinen aufgerückten Schwager in Spe weiterleitete. Fichtner platzierte den Ball daraufhin im linken unteren Toreck, Gästetorhüter Sailer hatte keine Abwehrchance (33.). Bis zur Halbzeit passierte auf beiden Seiten bis auf jeweils eine gute Torchance recht wenig. Für die Rothosen hätte Ünlütaskiran auf 2:0 erhöhen können, sein Schuss in die Arme von Sailer war jedoch zu unplatziert. Auf der anderen Seite traf Stürmer Rüger mit einem feinen Schlenzer nur die Latte. So ging der VfB mit einer nicht unverdienten, aber doch schmeichelhaften 1:0 Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel fingen die Rothosen stark an und versuchten, ihre Führung auszubauen. Ein weiteres Tor sollte ihnen vorerst allerdings nicht gelingen. Stattdessen trafen die Grantiler zum Ausgleich durch Spielmacher Alexander Walter (59.). Dies sollte nicht der einzige Schock für den VfB nach dem Seitenwechsel bleiben: Nur wenige Minuten später stellte der Schiedsrichter Manneh wegen wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz, die Rothosen waren fortan in Unterzahl (62.). Doch die sollte sich zuerst gar nicht bemerkt machen: Langer machte sich nach einem langen Ball auf und davon, vernaschte gekonnt Abwehrspieler Weiß und schob danach das Leder an den Innenpfosten. Von da trudelte das Spielgerät ins Tor der Gäste. 2:1 trotz Unterzahl! (70.)

Die Gäste erhöhten nun den Druck. Eine Niederlage gegen den klassenniederen VfB wollten sich die Favoriten nicht nachsagen lassen. Edelmann brachte die Grantiler mit der ein oder anderen Parade jedoch beinahe zur Verzweiflung. Doch als es beinahe so aussah, als könnten die VfB’ler tatsächlich die kleine Sensation des Siegs in Unterzahl schaffen, schlugen die Waldsteiner mit ihrer kompletten Effizienz zu: Innerhalb von 2 Minuten trafen sowohl Walter (83.), als auch Rüger (84.) und drehten so die Partie. Weder der Schuss vom eingewechselten Schneeberger, noch Julian „Linksfuß-Bächer“ Bächer konnten die Niederlage verhindern.

Insgesamt gewannen die Gäste vom Waldstein verdient gegen aufopferungsvoll kämpfende Rothosen. Der Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften war dabei nur selten zu sehen, jedoch war die individuelle Klasse der Grantiler in manchen Situationen nicht zu übersehen.

Auch unsere Freunde von www.anpfiff.info haben einen Bericht zum Spiel VfB – 1.FC Waldstein geschrieben und uns freundlicherweise ihre Bilder zur Verfügung gestellt. Wer über ein Abonnement verfügt, kann sich gerne auch deren Spielbericht hier durchlesen:

http://www.anpfiff.info/sites/cms/artikel.aspx?SK=10&Btr=89770&Rub=243

Am nächsten Sonntag geht es für den VfB endlich wieder um Punkte!

Am 20.09 empfängt die SG / FC Ahornberg I – Leupoldsgrün I die Rothosen um 16 Uhr zum Re-Start der Kreisklasse Frankenwald. Die SG steht mit 24 Punkten aus 15 Partien auf dem 6. Tabellenplatz, der VfB hat nach 17 absolvierten Spielen bereits 4 5 Punkte. Allerdings ist das letzte Punktspiel beider Mannschaften bekannterweise inzwischen beinahe ein Jahr her, es wird sich bei beiden Mannschaften viel getan haben.

Zudem können wir endlich wieder sagen: Begleitet uns! Fahrt mit uns nach Ahornberg, feuert die Rothosen an und sorgt für einen schönen Fußballnachmittag.

Fünftes Testspiel – fünfter Sieg!

Fünftes Testspiel – fünfter Sieg!

VfB Helmbrechts – TuS Töpen 5:3 (2:1)

Nach einem erfolgreichen Wochenende mit gleich zwei Testspielsiegen bekamen es die Helmetzer am vergangenen Sonntag mit dem TuS Töpen zu tun. Die Töpener belegen in der Kreisklasse Hof zurzeit den 5. Tabellenplatz und präsentierten sich von Beginn an als ebenbürtiger Gegner.

Der VfB tat sich bei Dauerregen und einem nassen Rasen extrem schwer, den Gästen seinen Spielstil aufzuzwingen. Dass auf der Heimseite mit Kapitän Shtop, Flügelflitzer Wirth, Allzweckwaffe Manneh und Fels in der Brandung Fröhlich gleich vier Stammspieler fehlten, erschwerte den Einstieg in die Partie zusätzlich. Allerdings kehrte Keeper Edelman ins Tor der Hausherren zurück, Kreß debütierte zudem auf ungewohnter Position in der Innenverteidigung und Schneeberger stand erstmals seit seiner Verletzung vor einigen Wochen wieder in der Startelf.

Unter diesen erschwerten Bedingungen war es den VfB’lern nur selten möglich, ihr inzwischen bewährtes Flügelspiel aufzuziehen. Einerseits machten die Töpener die Räume im Mittelfeld zu, andererseits fehlte es den Gastgebern zu oft an der nötigen Präzession und Handlungsschnelligkeit, um wirklich torgefährlich zu werden. Die erste Großchance der Partie hatten die Gäste, als den Helmetzern im Spielaufbau ein katastrophaler Fehlpass unterlief. So konnte Gästestürmer Scholz allein auf Edelmann zulaufen, sein Schuß verfehlte jedoch das helmbrechtser Tor. Den ersten Treffer der Partie erzielten aber dann doch die Rothosen: Der bis dahin unauffällige Ünlütaskiran setzte zum Dribbling an und wurde im gegnerischen Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Den folgenden Elfmeter verwandelte er sicher zum 1:0. Doch trotz der Führung blieb der VfB fahrig. Ein weiterer Fehler im Spielaufbau führte zu einem blitzsauber vorgetragenen Konter der Gäste, bei dem die Abwehr der Rothosen förmlich überrannt wurde. Nach einem Zuspiel von außen hatte Huß keine Mühen, den Ball in Edelmanns Kasten unterzubringen. Die Partie wurde nun zunehmend chancenarm, auf beiden Seiten fehlte immer wieder die Konzentration beim letzten Pass. So war es sinnbildlich für diese Phase des Spiels, dass die erneute Führung der Helmbrechtser auf eine Einzelaktion von Langer zurückgeht, der die Mannschaft auch als Kapitän aufs Feld führte. Nach einem Tempodribbling suchte er den Abschluss aus spitzem Winkel, der Gästetorhüter konnte den scharf geschossenen Ball nicht festhalten und Ünlütaskiran schob aus wenigen Metern Torentfernung zum 2:1 Halbzeitstand ein.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Rothosen dann auch ihre beste Phase im Spiel. Durch frühes Anlaufen ließ man die Gäste kaum mehr zur Entfaltung gelangen und kam so zu mehreren guten Torchancen. Nach starker Balleroberung von Scherer kam der Ball zu Langer, der mit einem Traumtor aus 20 Metern auf 3:1 erhöhte. Nur wenige Minuten später gelangte das Spielgerät nach einem geblockten Freistoß erneut zu Langer. Dieser hatte sein Visier bereits richtig eingestellt und konnte so aus ähnlicher Position mit einem Flachschuss den gegnerischen Schlussmann erneut überwinden – 4:1. Doch anstatt weiter Gas zu geben, streuten sich beim VfB nun wieder Nachlässigkeiten und ungewohnte Fehler im Passspiel ein. Nach einem Abstoß von Edelmann reichte ein einziger langer Pass über die VfB-Abwehr hinweg, damit Gäste-Kapitän Scholz frei vor dem Tor stand. Dieses Mal ließ er Edelmann keine Chance und verwandelte zum 4:2. Zwar wurden die Gäste auch durch dieses Tor wieder stärker im Spiel nach vorne, vernachlässigten dadurch aber die Rückwärtsbewegung. Der eingewechselte Jafer wurde im gegnerischen Sechzehner sträflich allein gelassen und hatte nach einem Steckpass keinerlei Mühe, mit seinem Debüttor für den VfB auf 5:2 zu erhöhen. Das letzte Tor der Partie erzielten dann wieder die Gäste, nachdem sie einmal mehr mit wenigen Pässen über außen durchbrachen und die zu weit aufgerückte VfB-Defensive hinter sich ließen. Edelmann hatte wieder keine Schuld am Gegentor.

Aufstellung VfB: Edelmann, Cisse, Kreß, Grießhammer, Fichtner (Bernhardt, 66.), Mehrad (Horn, 56.), Scherer, Simsek, Schneeberger (Bächer, 46.), Ünlütaskiran (Jafer, 69.), Langer (C)

Torschützen:

VfB: Fichtner (33.), Langer (70.)

1. FC Waldstein: Walter (59., 83.), Rüger (84.)


Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte Manneh (VfB, 62.)

Unterm Strich ein verdienter Sieg der VfBler, der allerdings noch einige Defizite offenbarte und ohne großen spielerischen Glanz zu Stande kam. Jetzt gilt es abzuwarten, welche Entscheidungen von der bayerischen Staatsregierung zur Wiederaufnahme des Wettkampfspielbetriebs getroffen werden.

Der VfB siegt gleich doppelt an einem Testspiel-Wochenende!

Der VfB siegt gleich doppelt an einem Testspiel-Wochenende!

FC Wallenfels – VfB Helmbrechts 3:7 & FC Ort / Oberweißenbach – VfB Helmbrechts 3:5

Am vergangenen Wochenende waren die Rothosen gleich doppelt im Einsatz – und gewannen beide Partien. Freitagabend trat die Truppe von Trainer Wind bei dessen Ex-Verein in Wallenfels an. Gegen den Tabellenvierten der Kreisklasse Kronach hatte man bereits im Winter ein Vorbereitungsspiel absolviert, das damals Unentschieden mit 2:2 endete.

Um dieses Mal siegreich vom Platz zu gehen, vertraute der Coach auf eine offensive Grundausrichtung. Der Gegner sollte schon früh in der eigenen Hälfte attackiert und so zu Fehlern im Spielaufbau gezwungen werden. Diese Taktik ging auf. Schon nach wenigen Minuten bekam VfB-Stürmer Ünlütaskiran den Ball nach einem Abpraller und versenkte mit seinem starken linken Fuß zum 1:0. Allerdings trafen die Hausherren schon bald danach zum Ausgleich: Nach einem Fehler im Aufbauspiel konnte die VfB-Hintermannschaft einen Gegenangriff nur mit einem Foul stoppen. Den fälligen Freistoß konnte der stark haltende Sujak zwar an die Latte lenken, danach schob ein FC-Stürmer aber zum Ausgleich ein. In dieser Phase tat sich der VfB schwer und kam nur selten zum Abschluss. So bedurfte es einer Einzelaktion von Scherer, der den Ball nach einem seiner gefürchteten Dribblings auf den frei stehenden Ünlütaskiran durchsteckte. Dieser vollendete zur 1:2 Führung. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Scherer selbst auf 1:3.

Die Hausherren wechselten in der Halbzeit mehrfach, Trainer Wind brachte Flügelflitzer Cisse für Simsek nach knapp einer Stunde Spielzeit. Dadurch wurde das Spiel wesentlich offener, wobei die Rothosen einen Großteil der Chancen hatten. Trotzdem trafen die Wallenfelser in dieser Phase zum 2:3. Nach dem Anschlusstreffer dauerte es nur wenige Minuten, bis wieder Ünlütaskiran zum 2:4 traf. Darauf folgte wenig später das 3:4. Doch nach diesem Gegentor sollte in der Hälfte des VfB‘s nichts mehr anbrennen: Die Rothosen übernahmen komplett die Kontrolle und starteten Angriff nach Angriff. Der FC Wallenfels hatte inzwischen einige Male gewechselt, um auch Spielern aus der zweiten Reihe Einsatzzeiten zu geben. Das 3:5 folgte durch einen satten Abschluss von Cisse über links, das 3:6 erzielte ein FC-Verteidiger versehentlich selbst. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Bächer nach überragendem Pass von Cisse.

Die VfB-Aufstellung:

Sujak, Fichtner, Fröhlich, Grießhammer (Horn, 71.), Wirth, Mehrad (Guttmann, 71.), Shtop, Simsek (Cisse, 53.), Manneh, Ünlütaskiran (Walter, 78.), Scherer

Tore: Ünlütaskiran (2., 33., 51.), Scherer (43.), Cisse (67.), Krüglein (77., ET.), Bächer (80.)

Nur zwei Tage später traten die Rothosen dann beim klassenhöheren Lokalrivalen vom FC Ort / Oberweißenbach an. Wieder vertraute Trainer Wind auf die offensive Spielweise und beinahe dieselbe Startelf.

Und wieder sollte es der Boss aus der Bosslounge Mert Ünlütaskiran sein, der den Torreigen öffnete, als er in der 17. Minute das Eins-gegen-eins gegen FC-Keeper Zeitler gewann und so seine Farben in Front brachte. Bis dahin hatte sich der VfB schon stark gezeigt und setzte die Verteidiger wieder früh unter Druck. Dies brachte einige hochkarätige Ballgewinne, jedoch war der Torabschluss oft zu fahrig. Doch auch die FC’ler wollten zeigen, dass sie Fußball spielen können: Kombinationen über den starken Kapitän Lochner und die beiden Ex-VfB’ler Müller und Karakalpakis führten zu einigen gefährlichen Situationen, bei denen der VfB-Verteidigung um Grießhammer und co. manchmal die Luft wegblieb. Einen Schuss von „Schlothi“ Müller konnte der VfB-Verteidiger nur unter vollem Einsatz seiner Wampe abwehren. Insgesamt stand der VfB aber doch recht sicher. Das 2:0 durch Scherer erfolgte wieder einmal nach einem überragenden Pass von Kapitän Shtop, der sich für keinen Meter zu schade war und unermüdlich das Mittelfeld beackerte.

Mit einer Zweitoreführung gingen die beiden Kontrahenten in die Halbzeit. Doch die Hausherren sollten stark aus dieser herauskommen: Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff gelangte ein abgefälschter Eckball zum eingewechselten Tim Kaufmann, der aus wenigen Metern Torentfernung einköpfte. Der VfB wollte sich dadurch nicht geschockt zeigen und doch führte nur wenige Minuten später ein Abstoß der Gastgeber zum Ausgleich: Der eigentlich stark aufspielende Mehrad verlängerte den Ball versehentlich über seine eigene Abwehrreihe hinweg direkt in den Lauf von FC’ler Nilgen. Der erfahrene Torjäger ließ Sujak im anschließenden Zweikampf keine Chance. Mit dem Ausgleichstreffer wurde VfB’ler Weigold für Mehrad eingewechselt und rechtfertigte seinen Einsatz nur eine Minute später: Nach schönem Laufpass von Scherer umkurvte er seinen Gegenspieler und passte in die Mitte zu Unlütaskiran. Der ließ sich nicht zweimal bitten und schoss zur 2:3 Führung ein. Danach dauerte es nur wenige Minuten bis Unlütaskiran sein 6. Tor (!) an diesem Wochenende erzielte und auf 2:4 erhöhte. Kein Wunder, dass er in der VfB-Umkleide schon jetzt „der Boss vom Bosporus“ genannt wird. Die beiden letzten Tore sollten jeweils unter Mithilfe der Keeper fallen: Beim 2:5 durch Fraas wurde der Helmetzer von Torhüter Zeitler aus wenigen Metern angeschossen und lenkte den Ball so ins Tor, den 3:5 Endstand besorgte Lochner mit einem Freistoß aus 25 Metern, bei dem auch Torhüter Sujak unglücklich aussah.

Die VfB-Aufstellung:

Sujak, Cisse, Fröhlich, Grießhammer (Fraas, 75.), Fichtner, Mehrad (Weigold, 53.), Shtop, Manneh, Langer, Ünlütaskiran (Kreß, 79.), Scherer

Tore: Ünlütaskiran (17., 54., 57.), Scherer (33.), Fraas (81.)

Insgesamt können die Rothosen sehr zufrieden aufs vergangene Wochenende zurückblicken. In der nächsten Woche folgt ein Testspiel gegen den TuS Töpen am Sonntag um 15 Uhr. Wie es danach weitergeht ist noch unklar, da die bayerische Landesregierung den Re-Start des Pflichtspielbetriebs coronabedingt 14 Tage nach hinten verschoben hat. Gut möglich, dass weitere Testspiele folgen.

Der VfB gewinnt auch sein zweites Testspiel!

Der VfB gewinnt auch sein zweites Testspiel!

SG 1/ SG Regnitzlosau 2/SG Gattendorf 1 – VfB Helmbrechts   1 : 4 (1 : 2)

Nach dem ungefährdeten 9:0-Sieg gegen den Tabellenführer der A-Klasse Frankenwald 2 in der Vorwoche stand den Rothosen diesmal ein Gegner aus der gleichen Spielklasse gegenüber. Der Einladung der Spielgemeinschaft aus Gattendorf und Regnitzlosau, aktuell Dritter der KK Hof, folgten die VfB’ler gerne, um sich unter Einhaltung der Hygieneregeln weiter auf den Re-Start und den damit zusammenhängenden Ligapokal vorzubereiten.

Bei sommerlichen Temperaturen gab Trainer Wind die Marschroute vor, das Heft des Handelns gleich in die Hand zu nehmen. Allerdings musste man bereits nach wenigen Minuten umstellen, da Innenverteidiger Grießhammer vom Spielball ausgeknockt wurde und nicht mehr weitermachen konnte. Die VfB’ler ließen sich davon jedoch nicht beirren und übernahmen zusehends die Kontrolle.  Durch frühes Pressing störte man immer wieder den Spielaufbau der Gastgeber und kam so zu einigen sehr guten Torchancen. Diese wurden zunächst noch nicht genutzt, bis Manneh nach einer Ecke am schnellsten schaltete und den Ball zur Führung über die Linie drückte. Nach weiteren Chancen, die entweder vergeben oder vom guten Keeper der Gastgeber entschärft wurden, sorgte dann der schönste Spielzug des Tages für das 2:0. Über mehrere Stationen ging es auf der linken Seite in vollem Tempo nach vorne, am Ende der Kette schloss Langer trocken ins lange Eck ab. Nach einer halben Stunde und einer Trinkpause kamen dann auch die Gastgeber besser ins Spiel. Einen Ballverlust im Mittelfeld und zu passives Verhalten der Hintermannschaft nutzte die SG schließlich zum Anschlusstreffer. Mit einem 2:1 aus VfB-Sicht endete dann auch die erste Halbzeit, in der einzig die Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ.

Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst einen Bruch im VfB-Spiel und die Gastgeber waren nun die bessere Mannschaft. Torhüter Edelmann verhinderte aber ein weiteres Gegentor und so überstand der VfB diese Phase. Mit zunehmender Spielzeit fingen sich die Rothosen wieder und kamen nun selbst erneut zu guten Tormöglichkeiten. Eine davon nutzte Außenstürmer Cisse zur Vorentscheidung, als er einen Steilpasst aufnahm, am Torhüter vorbeizog und nur noch einschießen musste. Den Schlusspunkt setzte Fraas nach schöner Vorbereitung durch Wirth.  

Insgesamt ein gelungener Test für den VfB. Trainer Wind wird um einige Erkenntnisse reicher sein, an welchen Stellschrauben in den nächsten Wochen noch gedreht werden muss. An dieser Stelle nochmal ein herzlicher Dank an die fairen Gastgeber für die Einladung und die sorgfältige Umsetzung der Corona-Regeln.

Die Aufstellung der Rothosen:

Edelmann, Fichtner, Grießhammer (Cisse, 5.; Fraas, 33.), Fröhlich, Wirth, Mehrad (Bernhardt 46.), Shtop (C), Scherer, Manneh, Ünlütaskiran, Langer (Horn, 46.)

Für den VfB geht es bereits am Freitagabend weiter mit einem Test zum FC 1920 Wallenfels. Kurz vor der Unterbrechung des Spielbetriebs im März 2020 endete ein Aufeinandertreffen in der Vorbereitung mit 2:2. Zudem spielt der VfB auch noch am selben Wochenende sonntags gegen die erste Mannschaft der Lokalrivalen vom FC Ort / Oberweißenbach.

Unentschieden im ersten Spiel nach der Winterpause!

Unentschieden im ersten Spiel nach der Winterpause!

VfB Helmbrechts – BC Leuchau 2:2

Das erste Spiel im Jahr 2020 endet für den VfB mit einem Unentschieden. Die Jungs von Trainer Wind, bei denen die Neuzugänge Maneh und Jafer ihr Debut gaben, glichen dabei sogar einen 0:2 Rückstand aus. Doch wirklich zufrieden sind sie damit nicht.

Zu viele Fehler schlichen sich beim Spiel gegen den Tabellenvierten der A-Klasse 6 Bamberg / Bayreuth ein. So wurde zum Beispiel beim 0:1 Torschütze Florian Luft nicht angegriffen und kam aus gut 20 Metern frei zum Schuss, den er für Torhüter Edelmann unhaltbar versenkte (25. Minute) und nur wenige Minuten später nach einem eigentlich verschossenen Strafstoß der Gäste beim Nachschuss geschlafen (31.), wodurch es nach gut einer halben Stunde 0:2 stand. Erst danach berappelten sich die Rothosen und kamen vermehrt zu Torchancen. Kurz vor der Halbzeit verkürzte Außenverteidiger Fichtner sehenswert, als er von links nach Innen zog und den Ball mit dem rechten Fuß ins lange Eck schlenzte.

Im zweiten Durchgang wurde der VfB zunächst stärker und gewann die Kontrolle über das Spiel, indem man den nicht immer ballsicheren Gegner früh attackierte. Auf diese Weise kamen die Helmetzer früh in Ballbesitz und konnten so eigene Angriffe fahren. Einen solchen verwandelte Torjäger Langer, als er nach einem Kuddelmuddel im gegnerischen Strafraum den meisten Willen bewies und den Ball über die Torlinie zum 2:2 drückte (69.). Doch gegen Ende wurden die Gäste wieder stärker, der VfB verlor nach und nach die Kontrolle über das Spiel. Erst war Stürmer Wehner frei durch, doch Edelmann gewann das 1 gegen 1, danach wusste sich Verteidiger Grießhammer nur mit einem Foul an der Strafraumkante zu helfen. Der darauffolgende Freistoß wurde verschossen. Kurz vor dem Ende der Partie sprang Grießhammer der Ball zudem im Sechzehner an die Hand, Schiedsrichter Haberzettl entschied wieder auf Elfmeter. Doch auch diesen nutzten die Gäste nicht, wodurch die Partie mit einem leistungsgerechten Unentschieden endete.

Nicht nur auf dem Fußballfeld, auch beim Jumping machen die Rothosen eine gute Figur

Neben dem ersten Testspiel des Fußballjahres 2020 war bei den Rothosen in den vergangenen beiden Wochen vor allem eine Sache angesagt: Konditions- und Muskelaufbau. In mehreren Einheiten wurden nicht nur Läufe durch den halben Landkreis durchgeführt, die Spieler um Kapitän Shtop versuchten sich außerdem im Aquabiking, absolvierten mehrere Jumpingkurse und wurden wiedereinmal von ihrer liebsten Peinigerin Kerstin getrietzt. Bis auf wenige krankheitsbedingte Ausfälle war die Mannschaft bei den Extratrainingseinheiten zahlreich vertreten und zog gut mit, sodass einem erfolgreichen Jahr nichts im Wege stehen dürfte.