Do | 27.08.26 | 10:00
Der Knoten ist endlich geplatzt!
ATS Hof/West - VfB Helmbrechts: 2:7
Kein Sieg aus den ersten fünf Partien und das obwohl auch die jeweiligen Gegner dem Team von Martin Bötsch die Kreisliga-Tauglichkeit attestierten. Am Sonntag gelang den Rothosen der erhoffte Befreiungsschlag im Hofer Westen.
Die Momentaufnahme der Kreisliga 1 zeigte den VfB Helmbrechts vor dem Spiel bei den Hofer Westlern auf einem Relegationsplatz, was den Traditionsverein gegen den Aufsteiger unter Druck setzte. Dazu geriet die Mannschaft von Martin Bötsch gegen den Aufsteiger frühzeitig in Rückstand - ein Einstellungsproblem beim VfB? Trainer Martin Bötsch sagt nein. „Mein Team wusste vor dem Spiel, dass die Tabelle nicht unsere bisherigen Leistungen widerspiegelt. Meine Spieler trainieren seit Wochen gut und wissen, was sie können. Wir haben trotz des Fehlstarts noch Einiges vor in dieser Saison und deshalb muss ich niemanden vorher extra motivieren. Alle wollen schnellstmöglich den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle finden“, behielt der Trainer an der Seitenlinie Ruhe. Die Helmbrechtser schafften dann auch binnen weniger Minuten den Turnaround. Lukas Fischer und Julian Bächer drehten mit einem Doppelschlag die Partei. Dann wurde es kurios. Nachdem Alexander Shtop auf 1:3 stellte, konterte Artur Ogarek mit dem Anschlusstreffer nur wenige Sekunden später. Doch vom erneuten Anstoß weg konnten die Rothosen durch Fahim Siddiqi den Zwei-Tore-Vorsprung umgehend wieder herstellen. Was auch zeigt, dass Moral und Einstellung definitiv passen. Folgerichtig sorgte der Treffer von Christian Schuberth, kurz vor der Pause für eine kleine Vorentscheidung. Die komfortable Führung zur Pause sollte dem Team zusätzlich Sicherheit geben. „Wir haben drei Spiele in der Nachspielzeit verloren und das nach fünf Spieltagen. Da sind wir sicherlich nicht ganz unschuldig, dennoch tun diese Niederlagen besonders weh und können ein Team auch verunsichern“, war Martin Bötsch sichtlich erleichtert, dass sein Team sich diesmal für die Spielstärke belohnte.
Rothosen lassen nichts mehr anbrennen
Auch wenn die Kicker von der Frankenwaldsportstätte erneut zahlreiche Chancen ungenutzt ließen, zeigten die sieben Tore die offensive Stärke der Mannschaft. Im zweiten Durchgang legten Joker Johannes Naderer und Sven Scherer die Treffer zum 2:7-Endstand her. Dazu trugen sich sieben verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein, was ein weiterer Beweis für die Breite des Kaders mit Torgefahr zeigt. So hofft Trainer Martin Bötsch nun, dass der Knoten bei seiner Mannschaft geplatzt ist. "Fußball wird meistens in den Köpfen der Spieler entschieden. Nun haben wir den ersten Sieg eingefahren und auch etwas für das Torverhältnis getan. Das gibt uns Selbstvertrauen. Nächsten Sonntag wollen wir zuhause gegen Oberkotzau II nachlegen, um weiter nach oben zu klettern", haben der Helmbrechtser Coach und sein Team richtig Bock drauf nachzulegen.
Um 15 Uhr am Sonntag ist Anpfiff auf der Frawa. Seid dabei wenn die Rothosen hoffentlich den nächsten Sieg folgen lassen.