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Erst Fehlstart, dann Überholspur bis zur Pause

FC Wiesla Hof - VfB Helmbrechts: 3:3

Mit dem FC Wiesla Hof erwartete die Rothosen am vergangenen Sonntag vor allem auf dem heimischen Platz am Südring ein unangenehmer und kampfstarker Gegner. Obwohl die Statistik eher für die Rothosen sprach – in den letzten zehn Aufeinandertreffen ging der VfB siebenmal als Sieger vom Feld, zwei Partien endeten unentschieden und nur einmal musste man den Platz als Verlierer verlassen –, konnte Wiesla in der noch jungen Saison bisher überzeugen und in zehn Spielen bereits 16 Punkte sammeln.

Die Partie begann sehr schleppend für die Rothosen, die nicht wirklich ins Spiel fanden. Folgerichtig ging der Gastgeber bereits in der 5. Spielminute mit 1:0 in Führung: Nach einem Steckpass stand Klein alleine vor dem Tor und netzte mit einem überlegten Abschluss ein. Auch in der Folge tat sich der VfB schwer und Klein hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß: Nach einer Flanke stand er mutterseelenalleine am zweiten Pfosten und musste eigentlich nur noch einschieben. Torhüter Hüttner verhinderte jedoch mit vollem Körpereinsatz den zweiten Gegentreffer und hielt seine Mannschaft im Spiel.

Diese Szene wirkte wie eine Initialzündung für die Rothosen, die auf einmal deutlich besser in die Partie fanden und die Kontrolle übernahmen. Nach einer punktgenauen Flanke von Fischer stand Müller goldrichtig und erzielte mit einem strammen Schuss den Ausgleich. In der 35. Spielminute drehte Shtop die Partie, als sein schöner Freistoß unhaltbar von der Mauer abgefälscht wurde und zur 2:1-Führung einschlug. Nur vier Minuten später (39.) war es nach einer gelungenen Kombination Timo Ölschlegel vorbehalten, mit einem satten Flachschuss ins kurze Eck auf 3:1 zu erhöhen. Mit dem Halbzeitpfiff ergab sich sogar noch die Chance auf das 4:1: Fischer setzte bei einem Missverständnis zwischen dem heimischen Schlussmann und einem Abwehrspieler entschlossen nach und eroberte den Ball an der Grundlinie. Anstatt den freistehenden Siddiqi zu bedienen, entschied er sich jedoch für den schnellen Abschluss, der knapp am Tor vorbeistrich.

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Rothosen geht die Puste am Ende aus

Dass man dieses Präsent ungenutzt ließ, sollte sich nach dem Seitenwechsel rächen. Die Rothosen kamen völlig verändert aus der Kabine: Von der vorherigen Dominanz war nichts mehr zu sehen und Wiesla fand wieder deutlich mehr Zugriff. Erneut nach einem feinen Steckpass von Zeller war es Klein, der den 2:3-Anschlusstreffer erzielte. In der Folge kamen die Hofer durch Piesche, abermals Klein, Rudert und Fischer zu mehreren Abschlüssen, die jedoch allesamt vom gut aufgelegten Torhüter Hüttner entschärft wurden.

In der 83. Spielminute war es dann aber doch so weit: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld spielte die Abwehrreihe der Rothosen auf Abseits, jedoch nicht alle. Rudert nahm die Einladung dankend an und köpfte wuchtig zum 3:3-Ausgleich ein. In der Schlussphase erspielte sich der VfB zwar noch zwei gute Chancen – eine Direktabnahme von Schuberth streifte um Haaresbreite am Pfosten vorbei und Siddiqi scheiterte kurz darauf am starken Wiesla-Keeper Fischer –, doch in letzterer Situation zeigte sich wieder das alte Problem der Rothosen: die mangelnde Cleverness im gegnerischen Sechzehner. Anstatt den Ball dem einschussbereiten und deutlich besser positionierten Fischer zu überlassen, erfolgte ein überhasteter Abschluss.

Beim Schlusspfiff fühlte sich das Unentschieden für die Rothosen eher wie eine Niederlage an als ein gewonnener Punkt. Auch in diesem Spiel gelang es dem VfB nicht, die hohe fußballerische Qualität über 90 Minuten auf den Platz zu bringen und clever genug zu agieren, um eine Führung über die Zeit zu bringen.

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