Fr | 24.04.26 | 10:00
Knappe Niederlage in Selbitz
SpVgg Selbitz - VfB Helmbrechts: 3:1
Am Samstagnachmittag trafen in der Selbitzer Rewe-Arena, die beiden stärksten Teams seit der Winterpause aufeinander. Die Schützlinge von Markus Bächer, sowie die Truppe von Martin Bötsch gewannen alle ihre Spiele im Jahr 2026. Somit konnte sich der VfB Helmbrechts bereits aus dem Tabellenkeller kämpfen, in den sie kurz vor Ende der Hinrunde hineinrutschten. Aber auch die Gastgeber aus dem Frankenwald konnten eine Aufholjagt starten und kämpften sich an den Auftiegsrelegationsplatz heran. Somit war für Spannung gesorgt, da beide Mannschaften weiterhin Punkte sammeln wollten. Bei bestem Fußballwetter stand einer spannenden Partie, zwei Teams deren Formkurve nach oben zeigte, nichts im Wege.
Die Gastgeber eröffneten die erste Halbzeit und legten sofort offensiv los. Mit einem langen Ball wurde Aldin Tac auf die reise geschickt, nur früh durch Assistent Klaus Helgert, der eine Abseitsposition sah gebremst. Bei Helmbrechtser Ballbesitz, schoben die Hausherren früh auf den Ballführenden und setzten die Gäste damit unter Druck. Auch VfB-Schlussmann Felix Hüttner musste fast als Libero mitspielen, um lange Bälle in den freien Raum abzulaufen. Nach einem Freistoß von der rechten Seite, den Mustafa Onarici in den Strafraum brachte - kam Aldin Tac am zweiten Pfosten frei zum Kopfball. Der Abschluss des SV-Stürmers verfehlte das Tor nur knapp. Auch die Helmbrechtser schalteten bei Ballbesitz schnell um und so kam Sven Scherer auf der rechten VfB-Seite bei einem Konter zum Zuge. Von der Grundlinie aus suchte er im Zentrum Alexander Shtop, dessen Annahme aber geblockt wurde. Immer wieder versuchten es die Selbitzer mit langen Bällen auf Aldin Tac, oder Jonas Zekic. Die Helmbrechtser Viererkette um Erik Fröhlich stand jedoch gut und war darauf vorbereitet. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und vor allem ein sehr abwechslungsreiches Spiel. Die Selbitzer kamen durch einen Akgün-Freistoß zur nächsten Chance. Der Flankenball wurde im Zentrum verlängert und am zweiten Pfosten nahm Aldin Tac die Kugel direkt. Knapp am zweiten Pfosten vorbei, war dies die beste Chance des Spiels. Nach fünfunddreißig Minuten legte Aldin Tac nach und naherte sich weiter dem Tor an. Nach Steckpass von Mustafa Oranici, nahm der Stürmer aus spitzem Winkel Maß, traf den Pfosten. Im direkten Gegenzug zappelte er Ball im Netz. Nach einem Pass in die Tiefe, brachte Lukas Fischer den Ball im Tor der Selbitzer unter - der der Jubel schwand schnell, denn Assistent Holger Kuhbandner hatte die Fahne oben und eine Abseitsposition seinem Schiedsrichterkollegen angezeigt. Es war ordentlich Stimmung auf und neben dem Platz, es war ein packendes Derby. In er Nachspielzeit kamen die Hauherren noch einmal nach einer schönen Flanke zum Abschluss. In der Mitte verpasste Jonas Zekic, am zweiten Pfosten brachte Mustafa Onarici das Leder aufs Tor, traf sogar den Querbalken - stand dabei jedoch im Abseits. Kurz darauf bat Schiedsrichter Johannes Franz die Teams zum Pausentee.
Tore nach der Halbzeit
Die Gäste aus Helmbrechts brachten den Ball zum zweiten Durchgang ins Spiel. Mit dabei nun auch ein neuer Mann. Fahim Siddiqi ersetzte Timo Ölschlegel. Die Gäste hatten dann auch die erste Chance in der zweiten Halbzeit. Lukas Fischer versuchte es mit einem zwanzig-Meter-Freistoß, der jedoch in den Armen von Maximilian Stumpf landete. Doch die Selbitzer schraubten im Anschluss das Tempo hoch und erspielten sich Chancen So auch nach fünfundfünfzig Minuten, als Mustafa Onarici stark freigespielt wurde und zentral vor Felix Hüttner am Tor vorbei schob. Die Helmbrechtser versteckten sich nicht, versuchten durch schnelles Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Doch immer wieder bremsten die Assistenten die Angriffe der Rothosen durch ihre Abseitsentscheidungen. Die Selbitzer bei Standards immer gefährlich. So auch als Mustafa Onarici einen von der Grundlinie auf den zweiten Pfosten brachte. Marcel Findeiß war zur Stelle, setzte die Kugel jedoch auf den Querbalken. Kurz darauf jubelte die Heimelf. Mustafa Onarici brachte einen Freistoß aus Zentraler Position mit einem Chip in den Strafraum. Marcel Findeiß war stark eingelaufen und schweißte das Leder unhaltbar unter den Querbalken. Die Helmbrechtser hatte keine Chance sich zu schütteln, schon ertönte erneut die Tormusik der Selbitzer. Marcel Findeiß nahm aus gut zwanzig Metern Maß. Der Schütze des anpfiff.info Tor des Jahres traf erneut mit einem Traumtor. Unhaltbar für VfB-Schlussmann Felix Hüttner schlug das Spielgerät im Winkel ein. Die Selbitzer nun mit dem Schwung der Führung. Die Hausherren ließen ball und Gegner laufen und hatten weitere Chancen. So kam Julian Frei auf halbrechter Position mit einem satten Rechtsschuss zum Schluss und zwang Felix Hüttner zu einer Glanzparade. Der Helmbrechtser Schlussmann hielt seine Farben so weiter im Spiel. Fünf Minuten vor dem Ende foulte Dany Liefke im eigenen Strafraum Fahim Siddiqi. Folgerichtig zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte VfB-Kapitän Erik Fröhlich sicher und unhaltbar für Maximilian Stumpf zum Anschlusstreffer. Der VfB war wieder im Spiel und auch die Zuschauer um den Platz herum plötzlich wieder da. Die Gäste versuchten noch einmal Alles, doch die Uhr lief erbarmungslos runter. Trotz starker Schlussoffensive, konnten die Rothosen nicht noch einen weiteren Treffer nachlegen - anders die Hausherren. Die setzten einen letzten, aber sehr effektiven Konter über Ramadan Hamo, der Aldin Tac durch die Gasse schickte. Der Stürmer zeigte frei vor dem Tor seine Klasse und schloss aus vollem Lauf ab und setzte mit dem Schlusspfiff auch den Schlusspunkt.
Die Rothosen zeigten einen starken Auftritt beim einem ambitionierten Gegner.
Dabei hatte Trainer Martin Bötsch einen guten Plan in der Schublade, den er seinen Schützlingen mit auf den Weg gab. Zwar verloren die Rothosen am Ende die Partie, sollten aber dennoch für eine weitere Kreisliga-Saison planen können. Vielleicht gelingt den Helmetzern ja am kommenden Wochenende wieder ein Husarenstreich, wen es auf der heimischen Frankenwaldsportstätte gegen den Spitzenreiter aus Martinsreuth geht.
Die SpVgg Selbitz ist auch im fünften Spiel im Kalenderjahr 2026 nicht bezwungen worden. Mit dem fünften Sieg kann die Truppe von Markus Bächer sich nun wieder berechtigte Chancen auf den Relegationsplatz ausrechnen. Nur noch einen Zähler stehen die Frankenwäldler hinten den Fröschen. Und die warten am kommenden Samstag zum Spitzenspiel um vielleicht für eine kleine Vorentscheidung im Kampf um Platz zwei - um den auch noch die Granitler vom Waldstein mitspielen - zu sorgen.